Leipzig legt Notenspur
Leipzig vermarktet sich als Musikstadt. Die laut Leipzig Tourismus und Marketing (LTM) "weltweit einzigartige Dichte authentischer Wohn- und Wirkungsstätten berühmter Komponisten", darunter Johann Sebastian Bach, Robert Schumann und Richard Wagner, soll künftig sichtbar und erlebbar gemacht werden. Der bislang bestehende Widerspruch zwischen dieser hohen Dichte und der geringen Bekanntheit dieser Originalschauplätze soll bekämpft werden.
Am 12. Mai 2012 wird daher die so genannte "Leipziger Notenspur" mit einem Musik- und Bürgerfest eröffnet. Das Wegeleitsystem verbindet auf 5 km 23 Stationen, die wichtigsten Originalschauplätze im Stadtzentrum. Eine Spur aus geschwungenen ebenerdigen Edelstahlintarsien und Informationstafeln auf Deutsch und Englisch wird sich dann durch die Leipziger Innenstadt ziehen. Touristen und interessierte Ortsansässige können bei der Leipzig Erleben GmbH die zweistündige Führung "Musikstadt von Weltruhm – Ein Spaziergang auf der Leipziger Notenspur" buchen.
Das Projekt benennt sich nach der seit 2010 bestehenden "Leipziger Notenspur-Initiative", deren Anliegen sich die Stadt inzwischen zu Eigen gemacht hat. Bereits im Januar 2012 stellte die Stadt außerdem ihren Antrag "Leipziger Notenspur – Stätten europäischer Musikgeschichte" an den Freistaat Sachsen. Mit acht denkmalgeschützten Gebäuden auf der "Notenspur" bewirbt sich Leipzig um die Aufnahme in die deutsche Vorschlagsliste als Unesco Kultur- und Naturerbe.
Agneta Melzer 19.03.2012









