
Die IT-Sicherheit gehört bei fast allen Entscheidern in Bund, Ländern und Kommunen zu den größten Herausforderungen; Foto: Sopra Steria
Öffentliche Verwaltung treiben Digitalisierung voran
Bund, Länder und Kommunen in Deutschland forcieren die Digitalisierung ihrer Verwaltung. Zu diesem Ergebnis kommt der "Branchenkompass Public Services 2018", der von Marktforschungsinstitut Forschungswerk im Auftrag des F.A.Z.-Instituts und Sopra Steria Consulting durchgeführt wurde.
Der Studie zufolge steht bei 86 Prozent der Entscheider die Umsetzung von Programmen und Vorschriften wie das E-Government-Gesetz und das Onlinezugangsgesetz mit an erster Stelle. Dabei seien die bisherigen Fortschritte ganz unterschiedlich stark ausgeprägt. So sei die elektronische Vergabe über Plattformen wie www.evergabe-online.de bereits bei jeder zweiten Behörde möglich. Die Online-Bezahlung biete dagegen erst jede zehnte Verwaltungseinrichtung an.
Ein weiteres Ergebnis des Branchenkompasses ist es, dass die Themen Prozessmanagement, Aufgabenpriorisierung und interne Organisation bei 70 Prozent der Verwaltungen ganz oben auf der Agenda stehen, noch vor der Einrichtung konkreter E-Government-Dienste. Das hat zur Folge, dass Verwaltungen verstärkt miteinander arbeiten und kommunizieren müssen. So sagen acht von zehn Entscheidern, dass Vernetzung und Partnerprogramme bereits funktionieren oder sich im Aufbau befinden.
Ebenfalls in den Vordergrund rückt die Frage nach Sicherheitsthemen. Denn Cyberkriminalität wird von fast allen als große Gefahr eingeschätzt. Daraus resultiert, dass die Investitionen im Bereich der IT-Sicherheit weiter steigen. Demnach verstärkt jede zweite Behörde ihren Schutz durch regelmäßige durchgeführte Penetrationstests. 24 Prozent der Befragten planen den Aufbau eines Security-Operation-Centers für Cyber-Security-Arbeit. 31 Prozent wollen diese Aufgaben extern auslagern.
In Bezug auf die konkreten E-Government-Projekte stehen laut Branchenkompass die Umsetzung der E-Akte sowie der Einsatz von Open bzw. Mobile Government in den kommenden zwei Jahren im Fokus. Mehr als jeder dritte Entscheider plant Budget für die Entwicklung entsprechender Angebote ein. Vor allem bei Kommunen ab 100.000 Einwohner werden diese Themen interessant.
Den "Branchenkompass Public Services 2018" können Sie hier bestellen.









