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v.l.: TMBW-Geschäftsführer Andreas Braun und Minister Guido Wolf des Landes Baden-Württemberg; Foto: JuM_Niedermüller

Baden-Württembergs Tourismus wächst

"Die Tourismusbranche ist eine Leitökonomie" – zu diesem Ergebnis kommt Tourismusminister Guido Wolf nach Durchsicht der wirtschaftlichen Kenngrößen für das Land Baden-Württemberg. Diese wurden in der Studie "Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Bundesland Baden-Württemberg 2017" zusammengefasst, die das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr an der Universität München durchgeführt hat.

Demnach haben die Touristen im Jahr 2017 insgesamt 24,8 Milliarden Euro in Baden-Württemberg ausgegeben. Das Bruttoumsatzvolumen sei damit im Vergleich zu 2015 um über 22 Prozent gestiegen. Auch die Löhne und Gehälter der Beschäftigten in der Tourismusbranche wurden angepasst. So wurden im vergangenen Jahr 11,6 Milliarden Euro erarbeitet, das entspricht einem Zuwachs von rund 22 Prozent. Im Jahr 2017 waren ca. 390.000 Personen in Vollzeit in diesem Gewerbe beschäftigt. 2015 waren es noch 326.000.

Dem Minister zufolge stelle "der Tourismus eine hervorragende Imagewerbung für das Land" dar. Er erklärt: "Der Tourismus stärkt gerade auch den ländlichen Raum und geht mit großen Investitionen in die Infrastruktur einher. Die so entstandenen Schwimmbäder, Uferpromenaden und Museen kommen auch den ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern zugute."

Auch Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW), zeigte sich erfreut: "Unsere touristischen Leistungsträger im Land tragen in einem bedeutenden Umfang zur Wirtschaftskraft Baden-Württembergs bei. Möglich ist dies auch deshalb, weil bei uns im Süden mit viel Kreativität und Leidenschaft immer wieder neue, teils überraschende Angebote entwickelt werden."

Ein Grund für diese Ergebnisse sei die Weiterentwicklung der Tourismuskonzeption des Landes, die 2009 gestartet wurde. Um diese voranzutreiben, wollen die Tourismusakteure im zweiten Halbjahr 2018 auf fünf Regionalkonferenzen verschiedene themenspezifische Ansätze diskutieren. Die Digitalisierung soll laut Guido Wolf eine zentrale Rolle dabei spielen.

Bestätigung durch jüngste Statistiken

Die Prognose für das Jahr 2018 sieht ähnlich positiv aus. So ergab die aktuelle Beherbungsstatistik für die Monate Januar bis Mai 2018, dass die Gästeankünfte und die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent (8,1 Millionen Gäste) bzw. 5,1 Prozent (19,6 Millionen) anstieg. Vor allem die Zuwächse bei den ausländischen Gästen seien positiv zu bewerten. Denn diese verzeichneten einen Anstieg von sieben Prozent bei den Ankünften und 6,5 Prozent bei den Übernachtungen.

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Anja Lüth 31.07.2018

 

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