Joachim Gauck hat ein gutes Image
Joachim Gauck genießt das breite Vertrauen der Deutschen – das zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Studie, die die Berliner cpi Celebrity Performance GmbH jetzt veröffentlicht hat. Rund zwei Wochen nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten bescheinigen die Bürger dem 72-jährigen im Vergleich zu Celebrities aus den Bereichen Sport, TV, Musik, Film, Mode, Lifestyle, Kultur und Medien eine überdurchschnittliche Imagestärke: 34,7 % der Befragten sehen in Gauck einen starken Meinungsführer – der Durchschnittswert der für den deutschsprachigen Markt relevanten Personen liegt mit 15,7 % bei nicht einmal der Hälfte.
Zudem genießt Joachim Gauck eine hohe Vertrauenswürdigkeit. 38,9 % der Studienteilnehmer gaben diese als ausgeprägtes Merkmal des ehemaligen Bürgerrechtlers an; der Mittelwert liegt bei 29 %. Zieht man die Gesamtheit aller Imagewerte für die Auswertung heran, ergibt sich eine Image-Stärke von 62,3 % (Durchschnitt 53,8%).
Im cpi-Index, der das Werbewirkungspotenzial von Prominenten erfasst, rangiert Gauck mit einem Wert von 61,7 in der Gruppe der Ultra High Performer, die durch eine nahezu hundertprotzentige Bekanntheit in der Bevölkerung und höchste Imagewerte gekennzeichnet ist. 56,3 % halten ihn für kompetent (Durchschnitt 37,3 %), 53,3 % für souverän (37,1 %) und 52,7 % für vernünftig (22,7 %). Auch bei der Frage nach seiner Vorbildlichkeit, seinem Charisma sowie der subjektiven Einschätzung seines Erfolgs in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erreicht Gauck überdurchschnittliche Werte von über 50 %.
Die Frage, ob sie Joachim Gauck mögen, beantworteten im Durchschnitt 37,1 % der Studienteilnehmer positiv. Ein differenziertes Bild ergibt sich bei der Aufschlüsselung nach Altersgruppen: Während er bei den 14- bis 24-Jährigen (30 %) und vor allem den 25- bis 39-Jährigen (19,4 %) tendenziell weniger beliebt ist, punktet er vor allem bei den 40- bis 59-Jährigen (45 %) und der Gruppe 60+ (43,1 %).
Untersucht man das Ergebnis anhand des Einkommens der Befragten, so findet sich eine besonders große Zustimmung vor allem bei den Geringverdienern (44,8 %) sowie der höchsten Einkommensklasse.
Was die Deutschen am wenigsten von ihrem Bundespräsidenten erwarten, macht die Umfrage ebenso deutlich: Kommerzielle Werbung ist dem deutschen Staatsoberhaupt nicht nur von Rechts wegen untersagt, sondern auch für die Bürger mit der Würde des Amtes unvereinbar – und so sind gerade einmal 1,8 % der Meinung, seine Werbepräsenz könne ausgebaut werden.
Agneta Melzer 05.04.2012









