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Durch die Kampagne mit den vielfältigen und unterscheidlichen Protagonisten sollen Klischees und Vorurteile gegenüber Muslimen gebrochen werden; Foto: Stadt München / Fachstelle für Demokratie

München setzt Zeichen gegen Rassismus

Unter dem Motto "Ich bin Münchner - ich bin Muslim" läuft in München aktuell eine Postkarten-Aktion der Fachstelle für Demokratie der bayerischen Landeshauptstadt. Ziel der Kampagne sei, "die Vielfalt muslimischen Lebens in München und dessen tiefe Verwurzelung in der Münchner Stadtgesellschaft darzustellen", erklärt Miriam Heigl, Leiterin der städtischen Fachstelle für Demokratie. Dafür wurden acht muslimische Münchner Bürger porträtiert.

"Gerade in einer Zeit, in der sich Musliminnen und Muslime verstärkt mit klischeehaften Zuschreibungen und rassistischer Stimmungsmache, mit Ausgrenzung und abwertenden Äußerungen oder gar mit Übergriffen konfrontiert sehen, möchte die Stadt München ein deutliches Zeichen der Solidarität sowie gegen antimuslimischen Rassismus setzen", erklärt Heigl zum Hintergrund der Aktion.

Dass auch München von diesem Phänomen betroffen ist, zeigen sowohl wissenschaftliche Studien als auch die Erfahrungen von spezialisierten Beratungsstellen: Laut einer Studie des Instituts für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität zum Thema "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in München" im Jahr 2016 äußerte nahezu die Hälfte der befragten Münchner eine mittlere (31 %) bis starke Zustimmung (18 %) zu muslimfeindlichen Aussagen. Und die Münchner Beratungsstelle "Before", die Betroffene von rassistischer Diskriminierung und rechter Gewalt unterstützt, zählte seit ihrer Einrichtung im Jahr 2016 insgesamt 66 Beratungsfälle im Bereich "Antimuslimischer Rassismus". Gegen diese Tendenz will die Kampagne ein Zeichen setzen. "Denn die Münchner Musliminnen und Muslime sind ein fester, vielfältiger und selbstverständlicher Bestandteil der Münchner Stadtgesellschaft", betont Heigl.

Die Postkarten sind seit dem 18. Oktober unter anderem in der Stadtinformation sowie in verschiedenen Münchner Kultur- und Stadtteileinrichtungen, beispielsweise Stadtbibliotheken, erhältlich. Die erste Auflage umfasst 40.000 Exemplare. Die Postkarten können zudem kostenlos bestellt werden.

 

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