
Solidar Suisse parodiert Fifa-Chef Sepp Blatter
Das Arbeiterhilfswerk Solidar Suisse äußert in seiner neuesten Social Media-Kampagne Kritik am Weltfußballverband Fifa und dessen Präsidenten Sepp Blatter. Die Organisation wirft dem 76-jährigen Schweizer vor, sich bei der WM 2014 in Brasilien nur um den eigenen Profit, nicht aber um die Menschenrechte zu kümmern. In einem Viral, den die Züricher Agentur Spinas Civil Voices entwickelt hat, wird Blatter deshalb auf die Schippe genommen.
Der Clip beginnt mit Aufnahmen von einer Pressekonferenz im Mai 2011, als sich der Funktionär mit den Worten "Crisis? What is a Crisis?" gegen die Vorwürfe wehrte, die Fifa sei im Zuge von Korruptionsskandalen in der Krise. In der anschließenden Szene wird der echte Blatter durch ein Double ersetzt. Der Doppelgänger vollführt mit brasilianischen Tänzern eine wilde Choreographie, einschließlich eines Spagats am Ende. Die Einlage soll Blatters Jubel anlässlich der zu erwartenden Milliardengewinne durch die WM 2014 symbolisieren.
Der Freudensausbruch steht im Kontrast zu den traurigen Fakten, die Solidar Suisse kommuniziert. Nach Aussage der Organisation würden im Vorfeld der Weltmeisterschaft 150.000 Menschen ihr Heim und 10.000 Straßenhändler wegen der Lizenzpolitik der Fifa ihre Existenz verlieren. Mit dem Viral fordern die Verantwortlichen daher dazu auf, sich im Netz dem Protest anzuschließen. Bislang kamen rund 10.000 virtuelle Unterschriften zusammen; das Ziel sind 50.000.
Sarah Krecker 10.04.2012











