Deutscher Museumsbund diskutiert über Museen in der pluralen Gesellschaft
"Alle Welt im Museum? Museen in der pluralen Gesellschaft" - so heißt das Motto der Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes, die vom 6. bis 9. Mai in Stuttgart stattfindet. Der Museumsbund stellt sich damit sowohl der Frage nach einer möglichen Repräsentation "aller Welt" im Museum als auch der nach einer Öffnung der Museen für "alle Welt". Die Tagung rückt zwei Kernaufgaben des Museums in den Mittelpunkt: Das Sammeln und das Vermitteln. Anhand von Objekten können Fragen nach Tradition, Identität, Herkunft, Gegenwart und Zukunft, aber auch nach Wert, Qualität und Kreativität im Museum erörtert werden – trotz und manchmal gerade wegen der Verschiedenartigkeit der Besucher.
Zur Eröffnung sprechen unter anderem Staatminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, und Dr. Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Prof. Dr. Rita Süssmuth referiert zum Thema "Interkulturelle Bildung: Migration, Integration und Museen".
Dr. Volker Rodekamp, Präsident des Deutschen Museumsbundes, sagt zum Motto der Tagung: "Unsere Arbeit wird getragen von der Überzeugung, dass Museen maßgeblich zur Entwicklung unserer Gesellschaft beitragen können, aber auch von der Einsicht, dass die Zukunft der Museen ganz wesentlich davon abhängen wird, ob es uns gelingt, einen interkulturellen Blick auf unser kulturelles Erbe zu werfen und Teilhabe zu ermöglichen. Dies ist das Spannungsfeld, in dem wir uns bewegen, und wir sind gespannt auf die Impulse und Diskussionen der Tagung in Stuttgart."
Die Tagung wird in Kooperation mit dem Planungsstab Stadtmuseum Stuttgart, dem Landesmuseum Württemberg und dem Mercedes-Benz-Museum organisiert. Rund 400 Teilnehmer werden aus der Museumsszene, der Kulturpolitik, der Migrantenselbstorganisationen und der interessierten Öffentlichkeit erwartet.
Das komplette Programm finden Interessierte unter www.museumsbund.de.
Yvonne Wodzak 13.04.2012










