PR-Aktion: Italienisches Museum verbrennt Kunstwerke
Man kann es kaum glauben: Weil manche Museen in Italien ohne Staatsinvestitionen vor der Schließung stehen, verbrennen die ersten ihre eigenen Kunstwerke. Dabei haben sie die Unterstützung der Künstler. Das berichtet das manager magazin online.
Die umstrittene PR-Aktion soll auf die finanzielle Schieflage italienischer Museen aufmerksam machen. So verbrannte dieser Tage das Casoria Contemporary Art Museum (CAM), ein privates Museum für zeitgenössische Werke in Süditalien, ein Acrylbild der französischen Künstlerin Séverine Bourguignon mit dem Titel "La Promenade". Es soll bis zu 10.000 Euro Wert gewesen sein. Angeblich sollen nun wöchentlich drei Werke in Flammen aufgehen. Auf diese spektakuläre Art und Weise wolle man höhere Subventionen erzwingen.
Das 2005 gegründete CAM habe sich 2011 auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt, so manager-magazin.de. So sollte verhindert werden, "dass ein bedeutendes kulturelles Erbe verloren geht". Er bitte um politisch-kulturelles Asyl für seine Sammlung in der Bundesrepublik, habe Direktor Manfredi damals geschrieben.
Yvonne Wodzak 18.04.2012









