
Im internationalen Vergleich: Mecklenburg-Vorpommern schob sich erstmals vor die Türkei (5,1 Prozent); Foto: FUR Reiseanalyse
FUR-Reiseanalyse: Mecklenburg-Vorpommern erneut vor Bayern
Der überwiegende Teil der Menschen (73 Prozent) bevorzugte 2018 Urlaubsreisen im Ausland. Spitzenreiter in diesem Bereich ist Spanien (13,7 Prozent) gefolgt von Italien (8,1 Prozent) und der Türkei (5,1 Prozent). Allerdings gehörte Deutschland mit 27 Prozent nach wie vor zu den wichtigsten Reisezielen der Deutschen. Das ist eines der Ergebnisse der Reiseanalyse 2019 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), die auf am ersten Messetag der ITB 2019 veröffentlicht wurde. Gewinner im Inlandtourismus ist dabei erneut das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, das mit 5,3 Prozent vor Bayern (4,7 Prozent) und Schleswig-Holstein (4,3 Prozent) liegt.
Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, freut sich über dieses Ergebnis: "Wir sind erneut Klassenprimus in Deutschland und konnten unser Ergebnis sogar deutlich ausbauen. Das hat sich unsere Tourismusbranche hart erarbeitet. Dennoch: Nach dem Erfolg ist bereits vor der nächsten Herausforderung. Die nächste Saison ist die schwerste. Wir arbeiten immer intensiv weiter, um erfolgreich zu bleiben. Unsere Aufgabe ist es, die touristische Infrastruktur an die Veränderungen, die sich aus dem demografischen Wandel und neuen Urlausformen ergeben, anzupassen."
Flugreisen und Camping sind beliebt
Darüber hinaus hat die Reiseanalyse das Urlaubsreiseverhalten erhoben. Demnach waren im vergangenen Jahr Flugreisen immer weiter im Aufwind (von 40 Prozent im Jahr 2017 auf 41 Prozent im Jahr 2018), ebenso wie das Camping, das vor allem im Inland zulegen konnte. Zusammengerechnet lag der Anteil der Urlauber, die in diesem Segment eine Unterkunft buchen, bei sieben Prozent (2017: 6 Prozent). Insgesamt kommt die FUR zu dem Ergebnis, dass die Urlaubsdauer leicht rückläufig war (12,5 Reisetage), weshalb auch die Gesamtausgaben pro Person und Reise leicht auf 1.1017 Euro sanken. Im Jahr zuvor waren es noch 1.045 Euro.
Online-Buchungen nehmen zu
Auch die Urlaubsorganisation sowie die Buchungswege wurden abgefragt. So errechnete die Studie, dass 2018 rund 42 Prozent der Urlaubsreisen online gebucht wurden. Damit wurden erstmals mehr Urlaube über diesen Kanal gebucht als über den persönlichen Kontakt (40 Prozent). Die Initiatoren der Reiseanalyse gehen davon aus, dass der Anteil der Online-Buchungen in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird.
Weitere erste Ergebnisse können Interessierte hier nachlesen.










