
Peter Schäfer führt seit 2014 das Jüdische Museum Berlin; Foto: Jule Roehr
Prof. Dr. Peter Schäfer verlängert am Jüdischen Museum Berlin
Prof. Dr. Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums Berlin, bleibt dem Haus ein weiteres Jahr erhalten. Der Stiftungsrat des Jüdischen Museums Berlin hatte am 30. April beschlossen, den Ende August 2019 auslaufenden Vertrag mit dem 76-Jährigen, um ein Jahr zu verlängern. Die Vorsitzende des Stiftungsrates, Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, erklärte: "Ich danke Herrn Schäfer für dessen Bereitschaft, sein Amt fortzuführen. Damit können wir die beiden wichtigen Erneuerungsprojekte des Jüdischen Museums Berlin, die neue Dauerausstellung und das Kindermuseum, wie geplant voranbringen."
Direktor Peter Schäfer sagte: "Ich danke dem Stiftungsrat für sein Vertrauen und freue mich darauf, zusammen mit dem Team des Museums die in meiner Amtszeit begonnenen Großprojekte zu vollenden. Meine Arbeit war und ist von dem Bestreben geleitet, das Jüdische Museum Berlin nicht nur als Ort der Sammlung und Bewahrung zu konsolidieren, sondern auch als Forum für einen offenen und lebendigen Austausch über aktuelle gesellschaftliche Fragen weiterzuentwickeln." Die neue Dauerausstellung und das Kindermuseum sollen gemeinsam im Mai 2020 eröffnet werden.
Schäfer leitet seit 2014 das Jüdische Museum Berlin. Bis 2013 war er Inhaber des Judaistik‐Lehrstuhls an der amerikanischen Princeton University. Schäfer gilt als führender Experte auf dem Gebiet der Judaistik. Eine Findungskommission unter der Leitung von Grütters wird den Stiftungsrat dabei unterstützen, in den kommenden Monaten eine geeignete Nachfolgerin oder einen geeigneten Nachfolger zu gewinnen.
Das Jüdische Museum Berlin ist eines der größten jüdischen Museen Europas. Pro Jahr besuchen es rund 650.000 Menschen aus dem In- und Ausland. Damit gehört es zu den meist besuchten Museen in Berlin. Peter Schäfer ist seit September 2014 Direktor des Hauses. Das Jüdische Museum Berlin wurde 2001 als Stiftung öffentlichen Rechts errichtet. Es wird jährlich mit rund 15 Millionen Euro aus dem Etat der Kulturstaatsministerin gefördert, die dem Stiftungsrat vorsitzt.
Yvonne Wodzak 02.05.2019










