
Die Verbreitung sozialer Medien in Deutschland liegt aktuell bei 84 Prozent; Infografik: Faktenkontor
Acht von zehn Onlinern nutzen Social Media
Die sozialen Medien und Netzwerke sind aus dem Alltag der Menschen nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile nutzen 84 Prozent der Deutschen ab 16 Jahren Kanäle wie YouTube, Facebook, Twitter und Co. Das ergab der Social Media Atlas von Faktenkontor und dem Marktforschungsunternehmen Toluna, der jährlich 3.500 Internetnutzer zur Social-Media-Nutzung befragt.
Zwar ist der Wert der Nutzung um sechs Prozentpunkte (2017: 90 %) zurückgegangen, allerdings verdeutlicht dieses Ergebnis einmal mehr, welche starke Präsenz Social Media bereits aufweist. Am häufigsten werden die Plattformen von Frauen genutzt. 89 Prozent dieser Teilnehmergruppe ist immer wieder auf den Plattformen unterwegs. Bei den Männern sind es 78 Prozent.
Lediglich 29 Prozent der Onliner nutzen die sozialen Medien sowohl privat als auch beruflich, 55 Prozent sind hingegen nur privat im Social Web unterwegs. Insgesamt ist erkennbar, dass die private Nutzung unter der Woche vor allem abends, am Wochenende hingegen den ganzen Tag über erfolgt.
Dr. Roland Heintze, geschäftsführender Gesellschafter und Social-Media-Experte des Faktenkontors, rät deshalb: "Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass Social-Media-Kommunikation vor allem außerhalb klassischer Bürozeiten erfolgt, und das in Ihrer Digitalstrategie entsprechend berücksichtigen. Im schlimmsten Fall können sich zu genau dieser Zeit Kommunikationskrisen entwickeln. Deswegen ist es wichtig, die Diskussionen im Social Web über die eigene Firma 24/7 zu verfolgen." Eine Möglichkeit könne Künstliche Intelligenz sein, durch die das Monitoring weitgehend automatisiert werden kann und sich mögliche Knackpunkte vorab identifizieren lassen.
Interessant ist das Ergebnis der Internetnutzer, die dem Social Web fern bleiben. Das sind immerhin 15 Prozent. Davon sind elf Prozent der Deutschen User, die noch nie auf den sozialen Medien unterwegs waren und dies auch nicht ändern wollen. Weitere vier Prozent sind Aussteiger, die die Angebote früher genutzt haben, nun aber darauf verzichten. Der Grund dafür ist allgemeines Desinteresse und eine Vorliebe für persönliche Kontakte. Auch die Angst um die Daten sei ein Beweggrund, aus den sozialen Medien auszusteigen bzw. diese gar nicht zu nutzen.










