
Ziel des Entwicklungsplans ist, das radtouristische Angebot in Rheinhessen auf die Bedürfnisse der Zielgruppen auszurichten; Foto: Rheinhessen-Touristik GmbH
Rheinhessen richtet Radtourismus neu aus
Die Rheinhessen-Touristik GmbH mit Sitz in Nieder-Olm startet mit der Neuausrichtung des Radtourismus im Rahmen der Tourismusstrategie Rheinhessen 2025. Grundlage ist der "Radtouristische Entwicklungsplan", der vom Planungsbüro BTE Tourismus- und Regionalberatung, Berlin, entwickelt und vor kurzem veröffentlicht wurde. Das 100-seitige Papier gibt nun den Startschuss für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Ausgangspunkt war eine Stärken-Schwächen-Analyse, die der Region ein großes Potential im Radtourismus bescheinigen konnte, gleichzeitig aber auch Handlungsbedarf ermittelt hat.
Ziel des Entwicklungsplans ist, das radtouristische Angebot auf die Bedürfnisse der Zielgruppen auszurichten und Rheinhessen im Wettbewerb der Raddestinationen zu positionieren. Geplant ist, ein zielgruppengerechtes Marketingkonzept zu entwickeln. Ebenso ist die Weiterentwicklung der Qualität des gesamten Angebotes vorgesehen. Dazu zählen eine erlebnis- und serviceorientierte Routenführung, die Verbesserung der Wegebeschaffenheit und eine gesicherte ÖPNV-Anbindung. Für die Qualitätssicherung soll ein Modell zur nachhaltigen Finanzierung von Wegemanagement sorgen.
Landrat Ernst Walter Görisch, stellvertretender Vorsitzender der Rheinhessen-Touristik GmbH, erläutert: "Die Verbandsgemeinden und Städte haben sich per Grundsatzbeschluss hinter den Entwicklungsplan gestellt. Auf dieser Basis können wir mit der Umsetzung starten. Unser Ziel ist es, 2022 die ersten Routen in die Vermarktung bringen zu können."
Der "Radtouristische Entwicklungsplan" erhielt eine LEADER-Förderung (Liaison Entre Actions de Développement de l'Économie Rurale; Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Das Projektvolumen betrug 35.000 Euro, davon waren 24.500 Euro LEADER-Fördermittel.
Annika Frömel 06.09.2019









