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Auslandsreisen der Europäer im leichten Plus

Die Osteuropäer verzeichnen in diesem Jahr höhere Wachstumsraten bei den Auslandsreisen als die Westeuropäer. Und das bei einem nur leichten Anstieg der Auslandsreisen der Europäer. Zu diesen Ergebnissen kommt die Analyse "World Travel Monitor" der ITB Berlin und des Münchner Marktforschungsinstituts IPK International. Demnach traten die Europäer in den ersten acht Monaten des Jahres 2019 insgesamt 2,5 Prozent mehr Urlaubsreisen ins Ausland an als noch 2018. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag das Wachstum bei fünf Prozent im Vergleich zu 2017.

Spanien im Plus – Großbritannien im Minus

Bei einem Blick auf die Quellmärkte kamen die Initiatoren der Studie zum Ergebnis, dass die osteuropäischen Länder im Vergleich zu den westeuropäischen Ländern ein überdurchschnittliches Wachstum aufwiesen.

So stiegen die Auslandsreisen der Russen in den ersten acht Monaten des Jahres mit sieben Prozent, die der Polen mit sechs Prozent und die der Tschechen mit fünf Prozent an. Auslandsreisen der Deutschen verzeichneten ein Plus von zwei Prozent, ebenso die der Niederländer oder der Schweizer. Die Wachstumsraten der Auslandsreisen der Italiener und der Franzosen lagen bei je drei Prozent.

Bei der Wahl der Reiseziele wird deutlich, dass die Europäer in den ersten acht Monaten 2019 gerne ihren Urlaub in Europa und Amerika verbracht haben. Diese konnten sogar um drei Prozent zulegen. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren entwickelte sich Fernreisemarkt nach Amerika nur schleppend, legte im Jahr 2018 um nur einen Prozentpunkt zu. Fernreisen nach Asien stiegen um zwei Prozent an.

Zu den Gewinnern bei Reisen nach Europa zählen in diesem Jahr die Türkei, Portugal und Griechenland. Sie konnten ein höheres Wachstum als Spanien verzeichnen – das beliebteste Urlaubsreiseziel der Europäer. Auch Deutschland legte mit einem europäischen Besucherwachstum von vier Prozent zu. Großbritannien hingegen musste ein Minus von fünf Prozent hinnehmen.

Nach wie vor beliebt: Städtereisen

Ein weiteres Ergebnis der Analyse: Städtereisen waren mit einem Anstieg von sieben Prozent der stärkste Wachstumstreiber in den ersten acht Monaten des Jahres 2019. Gleich darauf folgten der Urlaub auf dem Land sowie Kreuzfahrten mit einem Plus von je fünf Prozent. Der "Sun & Beach"-Urlaub, der die volumenstärkste Urlaubsart darstellt, verzeichnete im selben Zeitraum ein Plus von zwei Prozent. Rundreisen konnten nur um einen Prozent zulegen.

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Anja Lüth 04.12.2019

 

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