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Deutsche Verbraucher*innen kaufen nach wie vor gerne im Ladengeschäft ein. Das zeigt die Studie "Value of a Visit"; Grafik: GroundTruth

Erlebnis und Vertrauen sprechen für das Shoppen im stationären Handel

Online shoppen oder im stationären Geschäft einkaufen? Die Antwort lautet: beides. Das geht aus der aktuellen "Value of a Visit"-Studie der Location-Plattform GroundTruth hervor, für die zwischen August und September 1.002 Deutsche zwischen 18 und 65 Jahren zu ihrem Kaufverhalten befragt wurden.

Demnach mögen die Bürger*innen im stationären Handel einzukaufen. Nur zehn Prozent der Befragten geben an, dass sie irgendwann alle gewünschten Produkte online kaufen werden. 50 Prozent wären enttäuscht, wenn ihr Ladengeschäft schließen würde. Vom Einkaufserlebnis, ob gut oder schlecht, berichten 56 Prozent auch gern ihren Freunden und ihrer Familie. 55 Prozent entscheiden auf Basis ihrer Erfahrung, ob sie ein Geschäft weiterhin frequentieren. Aber: Im ersten Schritt geht es doch erst einaml ins Netz. 59 Prozent der Kunden recherchieren vor dem Kauf im Laden zu Produkten online, 32 Prozent tun dies gelegentlich. Beim Autokauf informieren sich ganze 73 Prozent zunächst im Web.

Online: Auswahl, Flexibilität, Bequemlichkeit
Die Studie zeigt: Die Mehrheit der Befragten (über 60 Prozent - sowohl Männer als auch Frauen) schätzen es beim Online-Kauf, zeitlich flexibel und unabhängig von Öffnungszeiten einzukaufen und Preise zu vergleichen. Jeweils über 50 Prozent mögen das breitere Sortiment und die örtliche Flexibilität. Ebenfalls die Hälfte der Befragten lässt sich beim Shoppen von anderen Produkten inspirieren. Zudem legen sie Wert auf Online-Produktinformationen und Bewertungen. Diese Vorteile schätzen Frauen mehr als ihre männlichen Pendants. Laut der Untersuchung nutzen die deutschen Online-Shopper eher den Desktop als ihr Mobilgerät, jeder Dritte nutzt beides.

Offline: Erlebnis und Vertrauen
Was spricht für den stationären Handel? Knapp drei Viertel der stationären Käufer (73 Prozent) schätzen es, Produkte im Laden sehen, anfassen und direkt mitnehmen zu können. Über 40 Prozent mögen die einfache Rückgabe und lassen sich im Geschäft gern auch von anderen Produkten inspirieren. Frauen schätzen diese Vorteile generell mehr als Männer. Bummeln und Stöbern - das machen eher die 35- bis 65-Jährigen als die jüngere Klientel zwischen 18 und 35 Jahren. Die Kritik am Online-Shopping: Über 60 Prozent der Befragten stören die Versandkosten, rund 55 Prozent bemängeln die Wartezeit und 41 Prozent berichten von Versandproblemen.

Doch selbst eingefleischte Online-Käufer zieht es zu bestimmten Gelegenheiten in den Laden: 60 Prozent lassen sich von Sonderverkäufen locken, 39 Prozent suchen Geschäfte im Urlaub auf und 37 Prozent shoppen Geschenke. Für 29 Prozent ist der Ladenbummel zudem ein Gemeinschaftserlebnis mit Freunden und Familie. Besonders junge Leute mögen außerdem Unterhaltung und Events im stationären Handel. Aber auch in Sachen Beratung und Vertrauen liegt der stationäre Handel vorn: Guter Kundenservice ist für die Hälfte (51 Prozent) wichtig, 37 Prozent schätzen Produktproben.
 

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