
Mit steigender Beliebtheit bei den Anwendern rückt Virtual Reality stärker in den Fokus von Museen; Foto: Deutsches Auswandererhaus
Virtual Reality intensiviert das Besuchererlebnis im Museum
Moderne Technologien eignen sich sehr gut, um die museale Vermittlungsarbeit zu unterstützen, können das klassische Museum mit den originalen Objekten jedoch nicht ersetzen. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Auswandererhaus in der Studie "Berührt es mich? Studie zu Möglichkeiten und Grenzen der musealen Vermittlung mit Virtual Reality". Diese wurde im Rahmen des bundesweiten Verbundprojektes "museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft" durchgeführt.
Demnach schafft es VR, erfahrungsbezogene Emotionen hervorzurufen, das heißt all jene Gefühle, die sich aufgrund der Erfahrungen der Besucher*innen während des Ausstellungsbesuchs einstellen. Allerdings rufen traditionelle Ausstellungsformate verstärkt inhaltsbezogene Emotionen hervor, was zu mehr kognitiver Empathie für die damit erzählte Geschichte führe.
Desweiteren ist der Einsatz von Virtual Reality in der Lage, eine gewisse Besucherzufriedenheit hervorzurufen. So gaben 52 Prozent der Teilnehmer*innen an, dass sie Virtual-Reality-Anwendungen unterhaltsam fanden. Weitere 40 Prozent bezeichneten sie als lehrreich, angenehm, anregend und unkompliziert. Lediglich 16 Prozent empfanden die Technologie in der Ausstellung als anstrengend.
Zudem widmete sich die Studie den real und virtuell dargestellten Objekten und ob die Form der Darstellung einen Unterschied beim Besuchererlebnis machten. Es zeigte sich, dass die Präsentationsmethode nicht unbedingt mit der Bedeutung des Objektes für die Besucher*innen korreliert. Der Studie zufolge ist die Form des Narrativs und die Bedeutung für die gesamte Geschichte wichtiger, damit Besucher*innen den Gegenstand als relevant einordnen können.
Weitere Teilergebnisse sowie Informationen zur Methodik der Untersuchung finden Interessierte hier.










