
Zwischen Einstellung und Buchungsverhalten beim nachhaltigen Reisen klafft eine Lücke
Das Thema bachhaltiges Reisen ist in aller Munde. Doch wie sieht es mit der Umsetzung aus? Die Studie "Nachhaltige Urlaubsreisen: Bewussteins- und Nachfrageentwicklung", die im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt wurde, zeigt: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland befürwortet umweltfreundlichere und sozial nachhaltigere Urlaubsreisen. Aber: weit weniger als 10 Prozent berücksichtigt dies bei der Reisebuchung und –gestaltung.
Die Herausfoderung besteht also darin, die Offenheit der Bevölkerung gegenüber diesem Thema so zu lenken, dass sich diese umweltbeußte Haltung auch in der individuellen Reisegestaltung niederschlägt. Tatsächlich gibt es schon gute Angebote an nachhaltigeren Reiseformen, auch viele Hotels und andere Unterkünfte investieren bereits in Maßnahmen zur Ressourceneinsparung und Klimaschutz.
Die Studie auf Basis aktueller bevölkerungsrepräsentativer Befragungen belegt jedoch auch, dass in den vergangenen Jahren die für Urlaubsreisen zurückgelegte Distanz deutlich gewachsen ist – und zwar fast ausschließlich für Flugreisen, und hier überwiegend für Fernreisen außerhalb Europas. Die Zahl der Personen, die Urlaubs-Flugreisen unternehmen, ist somit merklich angestiegen: In den letzten sieben Jahren (von Mai 2012 bis Mai 2019) kletterte der Anteil der Bevölkerung von 29 Prozent auf 39 Prozent. 28 Prozent der Befragten nennen als Grund für ihre gebuchte Flugreise "den günstigen Preis".
Lediglich zwei Prozent der Befragten haben zum Beispiel eine CO2-Kompensation für ihre Urlaubsreise vorgenommen. Bei der Auswahl der Reise oder der Unterkunft spielten nur bei sechs Prozent der Urlauber*innen Umwelt- oder Nachhaltigkeitskennzeichnungen eine entscheidende Rolle.
Das Bundesumweltministerium hat sich mit der Befragung nach 2014 zum zweiten Mal an der Reiseanalyse (RA) der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen beteiligt, um aktuelle Daten zur Relevanz von Nachhaltigkeit in der Urlaubs-Nachfrage in Deutschland ermitteln zu lassen. Für die verschiedenen Indikatoren wurden die Daten zu Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer in der RA face-to-face (Januar 2019) mit einer Grundgesamtheit von rund 70 Millionen Personen ab 14 Jahre erhoben und zu Kurzurlaubsreisen in der RA online (November 2018 und Mai 2019) von 63 Millionen Personen im Alter von 14 bis 75 Jahre.
Der Abschlussbericht (81 Seiten) "Nachhaltige Urlaubsreisen: Bewusstseins- und Nachfrageentwicklung - Grundlagenstudie auf Basis von Daten der Reiseanalyse 2019" kann hier als PDF heruntergeladen werden.
Die Herausfoderung besteht also darin, die Offenheit der Bevölkerung gegenüber diesem Thema so zu lenken, dass sich diese umweltbeußte Haltung auch in der individuellen Reisegestaltung niederschlägt. Tatsächlich gibt es schon gute Angebote an nachhaltigeren Reiseformen, auch viele Hotels und andere Unterkünfte investieren bereits in Maßnahmen zur Ressourceneinsparung und Klimaschutz.
Die Studie auf Basis aktueller bevölkerungsrepräsentativer Befragungen belegt jedoch auch, dass in den vergangenen Jahren die für Urlaubsreisen zurückgelegte Distanz deutlich gewachsen ist – und zwar fast ausschließlich für Flugreisen, und hier überwiegend für Fernreisen außerhalb Europas. Die Zahl der Personen, die Urlaubs-Flugreisen unternehmen, ist somit merklich angestiegen: In den letzten sieben Jahren (von Mai 2012 bis Mai 2019) kletterte der Anteil der Bevölkerung von 29 Prozent auf 39 Prozent. 28 Prozent der Befragten nennen als Grund für ihre gebuchte Flugreise "den günstigen Preis".
Lediglich zwei Prozent der Befragten haben zum Beispiel eine CO2-Kompensation für ihre Urlaubsreise vorgenommen. Bei der Auswahl der Reise oder der Unterkunft spielten nur bei sechs Prozent der Urlauber*innen Umwelt- oder Nachhaltigkeitskennzeichnungen eine entscheidende Rolle.
Das Bundesumweltministerium hat sich mit der Befragung nach 2014 zum zweiten Mal an der Reiseanalyse (RA) der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen beteiligt, um aktuelle Daten zur Relevanz von Nachhaltigkeit in der Urlaubs-Nachfrage in Deutschland ermitteln zu lassen. Für die verschiedenen Indikatoren wurden die Daten zu Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer in der RA face-to-face (Januar 2019) mit einer Grundgesamtheit von rund 70 Millionen Personen ab 14 Jahre erhoben und zu Kurzurlaubsreisen in der RA online (November 2018 und Mai 2019) von 63 Millionen Personen im Alter von 14 bis 75 Jahre.
Der Abschlussbericht (81 Seiten) "Nachhaltige Urlaubsreisen: Bewusstseins- und Nachfrageentwicklung - Grundlagenstudie auf Basis von Daten der Reiseanalyse 2019" kann hier als PDF heruntergeladen werden.
Yvonne Wodzak 19.12.2019









