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Sozialunternehmer hinken etablierten Einrichtungen hinterher

Gründungen von Sozialunternehmen sind medial präsent. Sie können aber angesichts schwachen Wachstums, geringer Kooperationsaktivitäten und der Mittelvergabe der öffentlichen Hand nicht zu den etablierten Wohlfahrtsverbänden und staatlichen Angeboten aufschließen. Kooperationen der Sozialunternehmer untereinander sowie mit den großen Wohlfahrtsorganisationen sollten ausgebaut werden. Das sind Ergebnisse einer Verbundstudie zum Thema Social Entrepreneurshop in Deutschland. Wissenschaftler des "Mercator Forscherverbund innovatives soziales Handeln – Social Entrepreneurship" haben in mehreren Teilprojekten rund 150 Interviews geführt und über 2.400 Fragebögen ausgewertet.

Laut den Umfrageergebnissen sind Sozialunternehmer dann besonders erfolgreich, wenn sie mit den etablierten wohlfahrtsstaatlichen Akteuren zusammenarbeiten. 58 Prozent der innovativen Projekte werden in Kooperation zwischen neuen und traditionellen Akteuren entwickelt. Eine weitere wichtige Quelle (61 Prozent) sind Mitarbeiter etablierter Einrichtungen, die ihre Ideen innerhalb der bestehenden Organisationsstrukturen umsetzen – sogenannte Social Intrapreneure. Die Studie enthält Handlungsempfehlungen für Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Sozialunternehmer.

Der Mercator Forscherverbund besteht aus vier Teilprojekten an acht deutschen Universitäten und Forschungsinstituten und vereinigt knapp 30 Wissenschaftler. Beteiligt sind die Zeppelin Universität in Friedrichshafen, die Technische Universität München, das Centrum für soziale Investitionen und Innovationen (CSI) an der Universität Heidelberg, die Ruhr-Universität Bochum, die Jacobs University Bremen, die Leuphana Universität Lüneburg, die Universität Greifswald und das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin. Kooperationspartner sind Ashoka Deutschland und die Schwab Foundation for Social Entrepreneurship.

 

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