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Coronavirus: Deutsche sorgen sich um die ökonomischen Konsequenzen

Trotz der steigenden Zahl an Infizierten und massiver Einschränkungen des öffentlichen Lebens ist die deutsche Bevölkerung laut einer Studie der Universität Konstanz mehrheitlich zuversichtlich, dass die Corona-Situation innerhalb eines Jahres überwunden werden kann. Die überwiegende Zahl der rund 2.400 Studienteilnehmer geht ferner davon aus, dass sich Deutschland schneller von der Krise erholen wird als andere Länder.

Die fortlaufende Studie EUCLID unter Federführung der Konstanzer Psychologin Prof. Dr. Britta Renner begleitet seit 2. Februar 2020 die sich verschärfenden Phasen der Corona-Situation in Deutschland und weltweit. Erste Ergebnisse und Visualisierungen für Deutschland sind nun auf der Website euclid.dbvis.de einsehbar.

"Mit der Studie möchten wir der öffentlichen Debatte, die momentan eher auf Meinungsbasis geführt wird, eine Faktengrundlage geben", erläutert Renner. Die fortlaufende Befragung beobachtet vier Entwicklungen im zeitlichen Verlauf: Den subjektiven Gesundheitszustand der Menschen, das wahrgenommene Risiko durch das Coronavirus, das daraus resultierende persönliche Schutzverhalten sowie die Einschätzungen des weiteren Verlaufs der Corona-Situation.

Konsequenzen für Deutschland


 Rund zwei Drittel der Befragten gehen aktuell davon aus, dass sich die Situation in Deutschland innerhalb der nächsten drei Monate wieder maßgeblich verbessern wird, während nur ein Viertel dieselbe Entwicklung auf weltweiter Ebene erwartet. Nur neun Prozent befürchten, dass die Situation ein Jahr oder länger anhalten wird. 76 Prozent der Befragten rechnen mit schweren ökonomischen Schäden für Deutschland. Lediglich 25 Prozent erwarten schwerwiegende gesundheitliche Konsequenzen.

Steigende Alarmierung und Impfbereitschaft Die Studie zeichnet auch eine rapide ansteigende Alarmierung innerhalb der Bevölkerung nach: Anfang Februar 2020 befürchteten noch lediglich ein Prozent der Befragten, mit dem Coronavirus infiziert zu werden; mittlerweile sind es 32 Prozent. Aber: Gleichzeitig sank die Einschätzung des Schweregrades der Krankheit. Anfang Februar 2020 sahen noch 31 Prozent der Befragten den Coronavirus als schwerwiegende gesundheitliche Bedrohung, bis März verringerte sich diese Zahl auf 18 Prozent. "Die meisten Befragten gehen davon aus, dass das Ansteckungsrisiko für andere größer ist als für sie selbst", schildert Dr. Karoline Villinger aus dem Forschungsteam.

Die Bereitschaft, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen - sofern ein Impfstoff zur Verfügung stünde - stieg seit Anfang Februar von 24 Prozent auf inzwischen 52 Prozent der Befragten. Die überwiegende Mehrheit gab an, dass sie seit Ausbruch der Epidemie ihr alltägliches Gesundheitsverhalten verändert habe. Neun von zehn Befragten praktizieren aktive Schutzmaßnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Durchgeführt wurde die Studie EUCLID im Rahmen der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsgruppe RiskDynamics und des Exzellenzclusters Centre for the Advanced Study of Collective Behaviour der Universität Konstanz durchgeführt. Die Befragungen sollen fortlaufend weitergeführt werden. Interessierte Bürger*innen können sich an der Online-Studie beteiligen:

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