
Die erste Live-Dialogführung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen auf Instagram widmet sich dem Gemälde "Die Morgenstunde" von Moritz von Schwind; Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Bayerische Staatsgemäldesammlungen und Museum Barberini bieten digitale Live-Führungen
Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München, zu denen die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek, die Sammlung Schack, die Staatsgalerien, das Museum Brandhorst sowie die Pinakothek der Moderne gehören, haben ein neues digitales Angebot initiiert, um ausgewählte Kunstwerke auch weiterhin der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Jeweils Mittwoch und Freitag können interessierte Zuschauer*innen während einer Live-Dialogführung über den Instagram-Kanals @pinakotheken Fragen zu einem vorher ausgewählten Gemälde stellen. Während der Session ist eine Kamera auf das jeweilige Gemälde gerichtet, eine zweite Kamera zeigt einen Mitarbeiter der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, der in direkten Dialog mit den Zuschauer*innen tritt.
Den Anfang macht am 22. April 2020 Dr. Herbert W. Rott, Hausreferent für die Sammlung Schack, mit dem Gemälde "Die Morgenstunde" von Moritz von Schwind. In den folgenden Sessions werden Kunstwerke wie "I lock the door upon myself" von Fernand Khnopff und "Mean Clown Welcome" von Bruce Nauman näher betrachtet.
Museum Barberini startet interaktiven Digital-Rundgang
Auch das Museum Barberini in Potsdam bietet virtuelle Live-Touren durch die Monet-Ausstellung an. Im Rahmen der "Barberini Live Tour" führen Guides die Besucher*innen auf interaktive Weise durch die Schau. Dabei können sich die Teilnehmer*innen, die sich zuvor über den Computer in eine Art Konferenz eingewählt haben, direkt mit dem Museumsführer austauschen. Die virtuelle Führung steht zunächst kostenfrei zur Verfügung, soll aber ab 20 Mai 2020 kostenpflichtig sein.
Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, sagt: "Wir wissen, dass eine virtuelle Führung das Erlebnis des Originals nicht ersetzen kann. Aber die Kombination einer 360-Grad-Tour mit einer persönlichen Führung kommt einem Ausstellungsbesuch schon sehr nahe und kann vielleicht auch in der Zukunft Menschen einen Zugang ermöglichen, die nicht ins Museum kommen können!"

Die "Barberini Live Tour" soll die Möglichkeit bieten, die Monet-Ausstellung mit einem erfahrenen Guide des Museums virtuell zu besuchen; Foto: David von Becker/ Museum Barberini
Aktuell prüft die Direktion des Museums Barberini in Abstimmung mit den zuständigen Behörden in Potsdam die Voraussetzungen für eine Wiedereröffnung. "Wir haben einen Hygieneplan und Konzepte für die Regulierung der Besucherströme erstellt. Damit wir einen möglichst sicheren Ausstellungsbesuch gewährleisten können, benötigen wir dennoch Zeit, um die notwendigen Schutzvorkehrungen für das Haus anzupassen", erklärt Westheider.









