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DTV legt Perspektivpapier für Neustart des Deutschlandtourismus vor

Der Deutschlandtourismus liegt aktuell brach und wird sich nach Meinungen von Experten nur allmählich von den Folgen erholen. Seine Akteure und rund drei Millionen Beschäftigte brauchen allerdings dringend eine klare Perspektive für den Neustart, so der Deutsche Tourismusverband (DTV) mit Sitz in Berlin. Aus diesem Grund hat der DTV ein siebenseitiges Perspektivpapier vorgelegt.

Dieses Schreiben soll als Basis für eine schrittweise und bundesweit einheitliche Belebung des Deutschlandtourismus dienen. Das Papier beschreibt dabei zunächst nur die erste Phase der Öfffnung und bezieht sich auf die ersten 14 Tage. Es hat einen offenen Charakter und soll laufend fortgeschrieben und ergänzt werden. Äußerst wichtig ist dem Tourismusverband zufolge die Einrichtung einer Task Force auf Bundesebene, die mit den Ländern und den Spitzenverbänden des Tourismus zusammenarbeitet. Nur so könne ein bundesweit einheitlicher Neustart erfolgen.

In dem Papier hat sich der DTV mit verschiedenen Punkten beschäftigt, die für den Deutschlandtourismus wichtig sind. Dazu gehören Mobilität, Beherbergung, Gastronomie, Freizeit, Geschäftsreisetourismus sowie Steuerung & Information. Zu den einzelnen Punkten hat der Deutsche Tourismusverband Maßnahmen festgehalten, die einerseits dafür Sorge tragen sollen, dass die Gesellschaft und die Gesundheit der Bürger*innen weiterhin geschützt werden, und die andererseits den Tourismus in den Bundesländern ermöglichen sollen.

Einige Maßnahmen aus dem Perspektivpapier:

So plädiert der DTV zum Beispiel für das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Schienenpersonenverkehr. Bei der Nutzung des eigenen Autos oder Reisemobils sollte darauf geachtet werden, dass weiterhin nur Personen desselben Hausstands gemeinsam reisen.

Die Öffnung gastronomischer Betriebe sei möglich, wenn geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Meter getroffen wurden. Der DEHOGA-Bundesverband erarbeitet aktuell entsprechende fachliche Hinweise mit bundesweit einheitlichen Standards.

Weiterhin weist der DTV darauf hin, dass Sport und Bewegung an der frischen Luft möglich sei, solange die grundsätzlichen Annahmen zum Teilnehmerkreis, zur Vermeidung von Gruppenbildung sowie zu Abstands- und Hygienemaßnahmen berücksichtigt werden. Voraussetzung dafür sind Schutz- und Hygienekonzepte sowie Zulassungsbeschränkungen, die die Anbieter erarbeiten.

Das Perspektivpapier mit Stand 22. April 2020 finden Interessierte hier.

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Anja Lüth 23.04.2020

 

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