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B2B-Podcasts werden häufiger genutzt. Laut Splendid Research greifen schon 38 Prozent der Professionals auf dieses Angebot zurück; Foto: grandfailure

Professionals sind offen für Podcasts mit berufsbezogenem Content

Podcasts werden bei den Menschen immer beliebter. Doch nicht nur im B2C-Bereich weist dieses Format ein großes Potenzial auf, sondern auch im B2B-Bereich. Das ergab der "B2B-Podcast Monitor 2020" des Marktforschungsinstituts Splendid Research, Hamburg. Für die Studie wurden 1.025 Professionals mit Entscheidungskompetenz in den Bereichen Vertrieb, Beratung, Marketing/PR sowie Marktforschung befragt.

Demnach haben 38 Prozent der Professionals, die bereits Podcasts hören, schon einmal ein B2B-Format abgerufen. 36 Prozent können sich die Nutzung künftig vorstellen. Auch 41 Prozent derjenigen, die aktuell die Audio-Angebote noch nicht wahrnehmen, weisen ein starkes Interesse auf.

Auffällig ist, dass etwas mehr als die Hälfte (56 %) der aktuellen B2B-Podcastnutzer*innen jünger als 40 Jahre ist. Der Studie zufolge sind sie eher männlich, tragen zur Hälfe Personalverantwortung und wünschen sich gleich mehrere veröffentlichte Folgen pro Woche.

Für 65 Prozent der Nutzer*innen spricht das ohnehin stark ausgeprägte Interesse an der Thematik eindeutig für den Abruf. Zudem sehen 61 Prozent eine Chance auf Weiterbildung und immerhin noch knapp die Hälfte hofft auf neue Ideen für die eigene Arbeit. 60 Prozent der Personen, die einen Podcast ablehnen, können der Beschäftigung mit beruflichen Inhalten während der Freizeit oder dem Berufsweg hingegen nichts abgewinnen.

Studienleiterin Malena Mayer stellt fest: "Die räumliche und zeitliche Flexibilität des Mediums ermöglicht den Zugang zu besonders mobilen oder unter Zeitmangel leidenden Personengruppen. Dabei sorgt das besondere Setting für eine zielgerichtete und nachhaltig wirkende Platzierung von Botschaften – insbesondere auch bei Nischenthemen."

Doch nicht nur für die Professionals selbst kann ein Podcast von Vorteil sein. Auch auf die Außendarstellung des Unternehmens, das ein solches Format anbietet, wirkt es sich positiv aus. Mehr als 80 Prozent der Studienteilnehmer*innen sind der Meinung, dass ein Unternehmen mit eigenem Podcast modern ist. Zwei Drittel sagen, dass ein Podcast einen positiven Einfluss auf die Bekanntheit des Unternehmens hat. Nur 16 Prozent empfinden diese Audioformate als Zeitverschwendung.

Thilo Kampffmeyer, Leiter Eigenstudien bei Splendid Research, prognostiziert: "Bereits in Zeiten vor Social Distancing und flächendeckendem Homeoffice fanden Podcasts Einzug in die Kommunikationsstrategien zahlreicher Unternehmen. Die aktuellen Herausforderungen werden diesen Trend verstärken. Diese Formate ermöglichen eine persönliche und authentische Ansprache und können so den zuletzt verlorenen zwischenmenschlichen Kontakt ein Stück weit ersetzen."

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Anja Lüth 20.05.2020

 

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