
Im Rahmen der Expertenbefragung von A&B One wurden im Mai 2020 insgesamt 20 qualitative Interviews mit Kommunikationsverantwortlichen aus vorwiegend systemrelevanten Bereichen geführt (Politik und Verwaltung, Gesundheitswesen, Einzelhandel, Bildung und Soziales, Finanzendienstleistungen, Verkehr und Logistik); Foto: A&B One
Kommunikationslandschaft befindet sich im Wandel
Die Marktpsychologen der Agentur A&B One, Berlin und Frankfurt am Main, haben eine Kundenbefragung zum Thema "Kommunikation" durchgeführt. Sie wollten wissen, wie die Verantwortlichen die "neue Normalität" der Kommunikation wahrnehmen, die die Corona-Krise mit sich bringt. Eine zentrale Erkenntnis: Die Kommunikationslandschaft wird sich maßgeblich verändern - und das über viele Branchen und Organisationen hinweg.
Demnach hat die Corona-Krise vor allem zu einem "Wachheitsschub für die Kommunikation" geführt. Da viele Menschen nicht mehr Face-to-Face erreicht werden konnten, musste digital an vielen Stellen nachgerüstet werden. So sind der Studie zufolge viele Instrumente, die zuvor noch im Pilotstadium waren, erfolgskritisch und unverzichtbar geworden. Zudem hat der Shutdown A&B One zufolge zu einer Disruption im Sozialen geführt. Systemrelevante Akteure erfahren eine neue Wertschätzung, es gibt eine konstruktive Solidarität bei der Krisenbewältigung und menschliche Fragen in der Kommunikation nach innen und außen erhalten eine wachsende Bedeutung.
Darüber hinaus ergab die Studie, dass die Reputation der neuen Experten zu einer veränderten kommunikativen Tonalität führen wird. Die Marktpsychologen der Agentur sprechen von dem Drosten-Effekt. Der neue Kommunikationsstil wird demnach geprägt sein durch eine neue Offenheit, durch die Verbindung von Expertise und Empathie sowie von Dynamik und Fehlerkultur.
Die Initiatoren der Studie könnten sich aufgrund der Ergebnisse vorstellen, dass es in Folge der Corona-Erfahrungen auch einen neuen Typus in der professionellen Kommunikation geben wird. Dieser könnte neben die etablierten Akteure, also Top-Führungskräfte und Sprecher*innen, treten und zeichnet sich durch fachliche Autorität, Vermittlungskompetenz, Verantwortlichkeit und Nahbarkeit aus.
Wichtig war vielen Kommunikationsverantwortlichen, die an den Interviews teilgenommen haben, dass die Bedeutung von Kommunikation in der Krise jetzt bilanziert werden muss und neue Erwartungen der Zielgruppen identifiziert werden müssen.










