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Corona-Warn-App: Zweifel an dem Nutzwert

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Seit knapp einer Woche ist die neue Corona-Warn-App der Bundesregierung in Deutschland verfügbar. Bisher haben mehr als zehn Millionen Menschen die App heruntergeladen. Angesichts von 83 Millionen Bundesbürger*innen ist diese Zahl viel zu niedrig, damit die App auch einen konkreten Nutzen hat. Warum zögern also viele Menschen? Dazu hat die Data & Analytics Group YouGov eine Umfrage mit insgesamt 2.066 Personen ab 18 Jahren vom 17. bis 19. Juni 2020 durchgeführt. Demmach sagen 72 Prozent aller Befragten, dass sie die Corona-Warn-App nicht nutzen beziehungsweise nicht installiert haben, 25 Prozent hingegen schon. Gefragt nach den Gründen für eine Nichtnutzung geben Personen, die die App zum Zeitpunkt der Befragung nicht auf ihrem Smartphone installiert haben, mit 27 Prozent am häufigsten an, Zweifel daran zu haben, dass die App etwas nützt.

Fast genauso häufig (26 Prozent) nennen Nicht-Nutzer die Sorge, dass ihre Daten nicht sicher sind sowie, dass sie sich mit der App durch den Staat überwacht fühlen würden (25 Prozent). Den letzten Punkt nennen Befragte der Generation Z (18 bis 24 Jahre) häufiger als Befragte ab 55 Jahren (33 vs. 20 Prozent). 21 Prozent der befragten Nicht-Nutzer begründen eine Nicht-Installation damit, dass das Bluetooth ihres Smartphones dauerhaft eingeschaltet sein müsste. Auch diesen Punkt geben häufiger die Befragten zwischen 18 und 24 Jahren an (30 vs. 19 Prozent der Befragten ab 55 Jahren). Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) jener älteren Befragten ab 55 Jahren sagen wiederum, sie können die App nicht installieren, da das eigene Smartphone zu alt oder gar keins vorhanden sei. Die jüngsten Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren sagen am häufigsten (32 Prozent): Ich möchte nicht, dass die App verfolgt, wen ich treffe.

Für eine knappe Mehrheit der Gesamtbefragten (51 Prozent) ist es laut der YouGov-Umfrage unwahrscheinlich, dass sie die App (weiterhin) nutzen werden. Nur für 37 Prozent ist es wahrscheinlich. Zwölf Prozent machen dazu keine Angabe. Die jüngeren Befragten im Alter von 18 bis 34 Jahren antworten seltener, dass es für sie unwahrscheinlich ist, die App zu nutzen (47 Prozent vs. 53 Prozent der Befragten ab 55 Jahren). Demnach sagen sie häufiger, dass der App-Download für sie wahrscheinlich ist (41 vs. 34 Prozent der 45- bis 54-Jährigen.)


Mehrheit der Befragten will die App in Zukunft (nicht mehr) nutzen; Grafik: YouGov



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(yw) 23.06.2020




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