
Jens Ihsen, Direktor von Düsseldorf Convention, ist überzeugt von den Kinexon-Wearables: "Uns ist wichtig, dass im Fall einer Infektion nicht alle Teilnehmer einer Tagung Gefahr laufen, anschließend prophylaktisch in Quarantäne zu müssen."; Foto: Düsseldorf Convention
Düsseldorf Convention will mit Armbändern Abstand halten
Viele Unternehmen, Organisationen und Institutionen stellen sich die Frage, wie sie ihre Mitarbeiter, die wieder ins Büro kommen und dadurch Kontakt zu anderen Menschen haben, schützen können. Vor allem im Messegeschäft, das in der Regel von einem persönlichen Austausch lebt, muss darüber nachgedacht werden. Auch Düsseldorf Convention hat sich damit eingehend befasst. Die Lösung für den Vermarkter Düsseldorfs als Kongress- und Tagungsstandort: Armbänder, die den Träger mittels sensorbasierter Technik warnt, sobald sie einer anderen Person zu nahe kommt.
Für dieses neue Wearable arbeitet Düsseldorf Convention mit dem Unternehmen Kinexon as München zusammen. Das System heißt SafeZone, welches es nicht nur ermöglichen soll, den Abstand zu wahren, sondern vor allem "in unübersichtlichen Situationen Kontakte zu organisieren". Darüber hinaus soll das Armband die Nachverfolgbarkeit im Sinne des Infektionsschutzes möglich machen.
Jens Ihsen, Direktor von Düsseldorf Convention, sagt: "Uns ist wichtig, dass im Fall einer Infektion nicht alle Teilnehmer einer Tagung Gefahr laufen, anschließend prophylaktisch in Quarantäne zu müssen. Über die Sensoren lässt sich präzise prüfen, wer mit Infizierten einen kritischen Kontakt hatte. Natürlich anonymisiert und datenschutzkonform. So sind internationale Konferenzen auch 2020 sicher und für die Teilnehmer attraktiv."
Neue Möglichkeit: Virtuelles Netzwerken und Hybride Events
Darüber hinaus hat Düsseldorf Convention ein interaktives System im Event-Bereich entwickelt, um der Nachfrage von Kunden gerecht zu werden, Events mit Videounterstützung anzubieten. Hybride Formate können beim Netzwerken trotz Corona-Pandemie helfen. Ihsen sagt: "Wir haben die ganze Tagung digitalisiert und verbinden die Menschen vor Ort mit denen, die sich zuschalten. Das physische Treffen lässt sich nicht ersetzen, das haben wir alle durch Corona gelernt. Aber so können auch Speaker auf die Bühne, die sonst Terminprobleme bekämen oder eben aus Gründen des Infektionsschutzes nicht anreisen könnten." Allerdings gäbe es nicht bloß Video-Konferenzen. Das neue System ermögliche ihm zufolge den interaktiven Austausch auch für die, die nicht im Raum sind. Demnach sei auch das Netzwerken mit Virtual Drinks möglich.
Übrigens: Einen Beitrag zum Thema "Hybride Events" finden Interessierte in unserer aktuellen Ausgabe von PUBLIC MARKETING (4-5/2020). Michael Vagedes, Geschäftsführer von Vagedes & Schmid, berichtet, wie sich die Eventbranche infolge der Corona-Pandemie neu erfindet.









