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Cover des ConsumerLab Reports von Ericsson

Studie gibt Anhaltspunkte über Pendlerverhalten

Wie nutzen Pendler*innen ihre Zeit auf dem Weg zur Arbeit? Dieser Frage ist das Unternehmen Ericsson mit Sitz in Stockholm im Rahmen der Studie "ConsumerLab Report" nachgegangen. Für die Analyse hat das Unternehmen mit Fokus auf Mobilfunktechnologie, Internet- und Multimediakommunikation sowie Telekommunikation rund 16.000 Menschen aus 16 Großstädten befragt, die sich selbst als Pendler*in sehen. Die Datenerhebung fand im Januar 2020 statt, also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

Die Initiatoren der Studie kamen zu verschiedenen Erkenntnissen. Einige werden hier exemplarisch genannt:

  1. Der Studie zufolge ist den Menschen die Kontrolle über die Ankunftszeit wichtiger als eine verkürzte Fahrtdauer. Demnach wären ein Viertel der Befragten bereit, 20 Minuten oder mehr zusätzlich unterwegs zu sein, wenn sich das Fahrterlebnis dadurch verbessern würde. Diese könnte durch unerwartete Reiseverzögerungen und Ausfälle genutzter Verkehrsmittel gedämpft werden.

  2. Die Verkehrsteilnehmer*innen nutzen die Mittel aus ganz unterschiedlichen Gründen. Das eigene Auto gilt unter den Befragten mit 56 Prozent aufgrund der uneingeschränkten Verfügbarkeit und der Privatsphäre als das beliebteste Verkehrsmittel. Die Bahn hingegen wird gerne genutzt, weil die Menschen die Verantwortung abgeben und sich stattdessen auf andere Tätigkeiten konzentrieren können. Darüber hinaus sagten 55 Prozent der Befragten, dass sie das gewählte Verkehrsmittel nicht wechseln wollen, selbst wenn sie unzufrieden damit sind.

  3. Digitale Unterhaltung wird für Pendler*innen immer wichtiger. Zu den beliebtesten Formaten gehören Audio-Inhalte. Das Smartphone ist dabei oftmals ein Begleiter. Immerhin 65 Prozent sagen, dass sie das Gerät immer nutzen. Doch auch Tablets, Laptops, Kopfhörer und E-Reader kommen zum Einsatz.

  4. Eine schnelle und stabile Internetverbindung sorgt für ein Wohlbefinden der Pendler*innen. In 85 Prozent der Fälle, in denen Pendler*innen auf dieses zugreifen konnten, bestand genügend mentaler Raum, um sich zu konzentrieren, so die Studie. Doch auch physischer Platz trägt zum Wohlbefinden bei. Neun von zehn erfahrene Pendler*innen sagten demnach, dass sie genügend physischen Raum haben, um sich auf ihre Aktivitäten zu konzentrieren.

  5. Technologien können mehr Sicherheit und Privatsphäre schaffen. 58 Prozent der Befragten sagten, dass sie ein großes Interesse an Anwendungen haben, die registrieren, wenn ein Autofahrer abgelenkt ist und dann auch andere Verkehrsteilnehmer*innen warnt. Sensorbasierte und vernetzte Fahrassistenzsystemen können dabei helfen, Autofahrer*innen ein Gefühl von Sicherheit zu geben, das sich wiederum positiv auf Pendler*innen auswirkt.

  6. Das Pendelverhalten ist von Stadt zu Stadt verschieden. Sie hängt von den Besonderheiten und der Infrastruktur der Stadt ab. Allerdings – auch das ist ein Ergebnis der Studie – findet jeder Dritte, dass die Infrastruktur der jeweiligen Stadt von Jahr zu Jahr überlasteter wird. Das hat zur Folge, dass die Erwartungen an die Zukunft steigen. Die größten Potenziale sehen die Befragten bei autonomen Fahrzeugen und Shared-Mobility-Diensten.

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Anja Lüth 11.09.2020

 

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