
Eine Studie des ifo Instituts ergab: Deutsche Industrie will künftig weniger auf Messen ausstellen; Foto: rcfotostock
Messegeschäft verändert sich durch Corona-Pandemie
Aktuell steht das Messegeschäft aufgrund der Corona-Pandemie so gut wie still. Für viele Unternehmen scheint das nun die Möglichkeit zu sein, ihre Teilnahme an Messen für die Zukunft zu überdenken. Das geht aus der Konjunkturumfrage des ifo Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. im August hervor. Demnach wollen 39 Prozent der deutschen Industriefirmen, die bislang auf Fachmessen präsent war, ihre Auftritte verringern. Nur zwei wollen an mehr Messen teilnehmen.
Vor allem größere Firmen überlegen, die Anzahl ihrer Auftritte zu mindern. Der Umfrage zufolge planen 47 Prozent der Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten mit weniger Messepräsenzen. Bei Unternehmen zwischen 500 und 1.000 Mitarbeiter*innen sind es sogar 49 Prozent.
Der Grund für diesen Schritt sei bei 48 Prozent, dass fehlende Messeteilnahmen keine wirtschaftlichen Einbußen zur Folge gehabt haben. Bei 46 Prozent war dies "in geringem Umfang", bei sechs Prozent "in hohem Umfang" der Fall gewesen.
Für die Messegesellschaften bedeutet dies ein Umdenken. So könnten zum Beispiel digitale Formate oder hybride Veranstaltungen eine Lösung beziehungsweise Alternative zu traditionellen Messen sein. 65 Prozent der Befragten gab an, diese Formate in Zukunft stärker nutzen zu wollen. Vor allem größere Firmen sagen das: 72 Prozent der Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten beziehungsweise 74 Prozent der Unternehmen mit Mitarbeiter*innen zwischen 500 und 1.000 könnten sich vorstellen, digitale Instrumente für ihre Messepräsenz zu nutzen.









