Lausitz veröffentlicht Bericht über Potenzial des sorbischen Volkes
Das sorbische Volk ist ein Innovationsmotor und wichtiger Schlüssel für die Lausitz. Das ist das Ergebnis des Berichts "Innovation durch Tradition", den die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH beim Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Auftrag gegeben hat. Die Erkenntnisse aus dem Report fließen in die Erarbeitung der "Entwicklungsstrategie Lausitz 2050 ein.
Im Rahmen des Projekts wurden zunächst die sorbischen Innovationsrollen herausgearbeitet. Demnach vernetzt das sorbische Volk die Lausitz, bildet einen identitätsstiftenden Anker und baut Brücken. In einem weiteren Schritt wurden anhand der Attribute konkrete Handlungsansätze erarbeitet. Abschließend sind Empfehlungen für Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft formuliert worden, wie sorbische Traditionen und Werte für den Strukturwandel in der Lausitz genutzt werden können.
Das sorbische Potenzial könne sowohl den Tourismus als auch die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Lausitz stärken und somit positiv zur Regionalentwicklung beitragen, heißt es in einer Mitteilung der Wirtschaftsregion Lausitz. Dafür braucht es laut Simone Kaiser, stellvertretende Leiterin des CeRRI des Fraunhofer IAO, "enge Kooperationen mit sorbischen Einrichtungen, zum Beispiel im Bereich Gründungsförderung oder Technologietransfer sowie im Kultur- und Kreativsektor".
Erste Handlungsansätze mit konkreten Betreibermodellen sind zum Beispiel das Vorhaben "Spinte 2.0", eine lausitzweite Diskussionsplattform für Regionalentwicklung und die App "Erlebnis Lausitz". Diese sollen bis Ende Oktober 2020 umgesetzt werden.
Heiko Jahn, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, ergänzt: "Es zeigt sich, wie wertvoll das sorbische Kultur für die Lausitz ist. Nicht nur für Kultur und Tourismus, sondern auch bei Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderung und Fachkräftesicherung."









