Update zur Corona-Forschung des Hamburg Center for Health Economics
Das Hamburg Center for Health Economics (HCHE) der Universität Hamburg untersucht seit April 2020 die Einstellungen, Sorgen und das Vertrauen der Menschen in Bezug auf die Corona-Pandemie. Im Rahmen der Studie wurden bislang mehr als 7.000 Menschen aus Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal und dem Vereinigten Königreich befragt. Nun liegen neue Zahlen vor.
Insgesamt machen sich die Menschen mehr Sorgen. Demnach glaubt in Deutschland fast jeder Vierte, ein hohes Ansteckungsrisiko zu haben. Der Wert war zwischen April und Juni gesunken. Seit Juni ist er allerdings wieder angestiegen, und zwar um drei Prozentpunkte. In den anderen befragten Ländern ist ein ähnlicher Verlauf zu erkennen. In Frankreich und Portugal liegen die Zahlen im September 2020 sogar höher als zu Beginn der Pandemie.
Allerdings werden die Menschen oftmals sorgloser. So gaben nur noch 45 Prozent der Deutschen an, dass sie sich an die Abstandsregeln halten. 39 Prozent gehen der empfohlenen Handhygiene nach. Auch Begrüßungen werden wieder herzlicher. So vermeiden aktuell nur noch etwas mehr als die Hälfte (58 %) Umarmungen, Küsse und Händeschütteln. Im April waren es noch 77 Prozent.
Ein weiteres Thema der aktuellen Umfragewelle ist die Haltung der Menschen zum Impfen. Während im April 2020 noch 70 Prozent in Deutschland bereit waren, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, so sind es aktuell nur noch etwas mehr als die Hälfte. Auch in den anderen Ländern zeigt sich dieser Trend.
Worin sich die Befragten allerdings einig sind, ist die Skepsis gegenüber größeren Menschenansammlungen. Nur ein Viertel der deutschen Befragten finden, dass Fußballspiele wieder mit einem Publikum stattfinden sollen 56 Prozent sind klar dagegen. Darüber hinaus würden nur 15 Prozent der Menschen derzeit in ein Stadion gehen wollen.
Die Befürchtungen, sich anzustecken, sinken allerdings bei kleineren Locations. So stimmen 38 Prozent der Studienteilnehmer Vorstellungen im Kino und Theater mit Zuschauer*innen zu.
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