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Der NBI ermittelt den Markenwert von Ländern anhand der sechs Teilindizes Exporte, Regierung, Kultur, Menschen, Tourismus und Immigration/Investitionen, die sich wiederum aus 23 Standortfaktoren zusammensetzen; Foto:DZT

Deutschland führt erneut Länder-Ranking an

Bereits fünf Mal – 2008, 2014, 2017, 2018, 2019 – führte Deutschland das Länder-Ranking unter 50 Nationen des Anholt-Ipsos Nation Brands Index (NBI) an. Auch in der diesjährigen Ausgabe schafft es die Bundesrepublik auf den ersten Platz. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Großbritannien und Kanada.

Deutschland konnte sich in allen sechs Segmenten (Exporte, Einwanderung/Investitionen, Kultur, Menschen, Tourismus, Regierung), die für den Index analysiert werden, in den Top 10 platzieren. Im Bereich Kultur liegt die Bundesrepublik auf Platz 4, im Tourismusranking landete Deutschland auf Platz 9. Dem Ranking zufolge verbinden die Menschen weltweit mit deutschen Produkten etwas Positives. Zudem beurteilen mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer*innen in 20 Ländern das Gesundheitsmanagement Deutschlands in der Covid-19-Krise als positiv.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), sagt: "In einer Weltlage, die durch die Covid-19-Pandemie und durch geopolitische Spannungen zunehmend volatil ist, steht Deutschland als Standort und als Reiseziel für Kontinuität und Verlässlichkeit sowie für Nachhaltigkeit und Verantwortung. Seit 2008 ist Deutschland immer unter den TOP 3 platziert, 2020 liegen wir zum sechsten Mal auf Platz 1. Diese Positionierung bestätigt auch die langfristig erfolgreiche Wirkung unseres Werbens für das Reiseland Deutschland. Mit unseren Marketingaktivitäten, besonders den digitalen Kampagnen, arbeiten wir gezielt daran, während der derzeitigen Krise im Kundendialog zu bleiben und die Marke mit ihren international geschätzten Stärken im Gespräch zu halten. Das ist die Voraussetzung für eine starke zukünftige Positionierung im Wettbewerb der Destinationen."

Aufsteiger im NBI

Zu den Ländern, die eine Verbesserung im Ranking aufweisen, gehören unter anderem Australien (von Platz 10 auf 8) und Neuseeland (von Platz 14 auf 12). Sie konnten in den Bereichen Regierung, Menschen sowie Einwanderung/Investitionen punkten. Auch Großbritannien machte einen Rang gut. Während sich das Land in den vergangenen fünf Jahren den dritten Platz sicherte, so konnte es in diesem Jahr den zweiten Platz einnehmen.

Absteiger im NBI

Zu den Verlierern im Länder-Ranking 2020 gehören die Vereinigten Staaten von Amerika und China. Die USA mussten ihren sechsten Platz aus dem Jahr 2019 verlassen und landeten auf dem letzten Platz der Top 10 des Gesamtrankings. Der Grund für diese Entwicklung ist vor allem in den Bereichen Regierung, Menschen, Tourismus, Einwanderung/Investitionen zu sehen. China musste sogar noch mehr Plätze einbüßen. Befand sich das Land im vergangenen Jahr auf Platz 23, so rutscht es 2020 auf den 35. Platz ab.

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Anja Lüth 28.10.2020

 

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