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Agenturbranche wird wieder optimistischer

Im April 2020 hat der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA mit Sitz in Frankfurt am Main eine Umfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt, wie sie die Entwicklung der Agenturbranche für 2020 und 2021 einschätzen. In der damaligen Erhebung gaben 82 Prozent an, dass sie mit einem Umsatzrückgang im aktuellen Jahr rechnen und nur sieben Prozent glaubten, dass sie ein Umsatzplus in 2020 erzielen können.

Nun hat der GWA die Mitglieder erneut befragt. Das Ergebnis der Vergleichsumfrage: Die Agenturen sind in Bezug auf Umsatzentwicklung nicht mehr so pessimistisch wie noch im April 2020. Aktuell gehen noch knapp 60 Prozent von einem Umsatzrückgang aus. Das sind 22 Prozent weniger als in der Studie zuvor. Darüber hinaus rechnet ein Drittel der Befragten mit einem Umsatzplus. Auch dieser Wert steigerte sich.

Auch die Personalentwicklung wird mittlerweile positiver eingeschätzt. Aktuell glauben 43 Prozent der Agenturen, dass sie die Belegschaft verringern müssen. Vor einem halben Jahr waren es noch 58 Prozent. Mehr als 25 Prozent der befragten Agenturen gehen sogar davon aus, mehr Personal als noch 2019 einzustellen.

Für den verhaltenen Optimismus in der Agenturbranche sorgen vor allem mehr Neugeschäftsanfragen im zweiten Halbjahr, die zwei Drittel der Agenturen verzeichneten. Allerdings: 60 Prozent gehen nicht davon aus, dass ihre Kunden die Marketing-Budgets kurzfristig wieder aufstocken.

Für 2021 prognostizieren fast die Hälfte der Agenturen ein Wachstum: 85 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen rechnet mit einer gleichbleibenden Personaldecke oder Personalaufbau. Außerdem planen die meisten Agenturen Investitionen ins Neugeschäft.

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Anja Lüth 11.11.2020

 

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