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Hamburg will Unterstützer*innen für Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge gewinnen

Die Synagoge am Bornplatz in Hamburg wurde 1906 als Begegnungsort für die Deutsch-Israelitische Gemeinde eingeweiht. Allerdings wurde dieses Gebäude in der Reichspogromnacht 1938 verwüstet und schließlich abgerissen. Die Hamburgische Bürgerschaft setzt sich nun dafür ein, dass das Versammlungs- und Lehrhaus wiederaufgebaut wird, um das jüdische Leben in Hamburg stärker sichtbar zu machen.

In einem ersten Schritt wurde Anfang 2020 eine Machbarkeitsstudie erstellt. Dafür hat der Bund eine Zuwendung in Höhe von 600.000 Euro zur Verfügung gestellt. Am 27. November 2020 hat der Haushaltsausschuss des Bundestages Mittel des Bundes in Höhe von 65 Millionen Euro für die Wiederherstellung des Gebäudes reserviert. Damit das Vorhaben nun auch umgesetzt werden kann, wirbt die Hamburgische Bürgerschaft im Rahmen der Kampagne "Nein zu Antisemitismus. Ja zur Bornplatzsynagoge" um Unterstützung durch die Hamburger*innen.

Im gesamten Stadtgebiet sind ab sofort bis zu 27. Januar 2021 diverse Plakate zu sehen. Die insgesamt 500 Plakate sollen für mehr Akzeptanz für das jüdische Leben sorgen und gleichzeitig dazu beitragen, dass sich die Stadtgesellschaft für den Neubau einsetzt. Katharina Fegebank, Senatorin zuständig für jüdisches Leben, sagt: "Seit 82 Jahren trägt Hamburg eine offene Wunde im Herzen der Stadt. Ich bin nun hoffnungsfroh, dass wir als Senat und mit Unterstützung des Bundes nun die historische Chance haben, die Bornplatzsynagoge an ihrem historischen Ort wieder aufzubauen. Ich freue mich umso mehr, dass bereits viele Hamburgerinnen und Hamburger die Initiative zum Wiederaufbau unterstützen."

Als Partner konnte die Wall GmbH gewonnen werden, die die verschiedenen Plakate in der Hansestadt sichtbar machen. Geschäftsführer Patrick Möller erläutert: "Aus tiefster Überzeugung und unternehmerischer Verantwortung engagieren wir uns seit langem gegen Antisemitismus und für eine vielfältige jüdische Kultur in Deutschland. Daher unterstützen wir auch mit Freude die Initiative zum Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge in Hamburg. Die Synagoge wird dem jüdischen Leben in Hamburg neue Impulse geben und für noch mehr Präsenz in der Stadt sorgen. Das großartige politische und gesellschaftliche Engagement für den Wiederaufbau drückt die Verbundenheit der Stadtgesellschaft mit ihren jüdischen Mitbürginnen und Mitbürgern aus."

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Anja Lüth 06.01.2021

 

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