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Sonderausstellungen in Museen weiterhin im Trend

Das Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin hat die Ergebnisse der Erhebung zu den Museumsbesuchen im Jahr 2019 veröffentlicht. Demnach meldeten die Kultureinrichtungen in Deutschland im Vor-Corona-Jahr insgesamt 111.633.603 Besuche. Das sind nur 0,03 Prozent weniger, als 2018 erfasst wurden. An der Umfrage beteiligten sich 4.972 Museen, 8.634 wurden angeschrieben.

Wie bereits im Jahr 2018 nutzten die Museen Sonderausstellungen, um Besucher*innen in ihre Hallen zu locken. 2019 wurden insgesamt 8.255 Sonderausstellungen gemeldet. Das entspricht durchschnittlich drei pro Haus. Das Institut für Museumsforschung sieht diesen Trend vor allem in der Vielzahl der Jubiläen begründet, die 2019 begangen wurden. Dazu zählen das Bauhaus-Jubiläum, die Gedenken an Humboldt, Fontane und andere.

Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, erklärt: "Die Besuchszahlen für 2019 zeigen, welch anhaltend großer Beliebtheit sich Museen erfreuen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krise ist dies ein wichtiger Befund, denn er unterstreicht eindrucksvoll die gesellschaftliche Bedeutung von Museen und ihren Aktivitäten."

Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbundes betont: "Die aktuelle Erhebung leistet einen wichtigen empirischen Beitrag zu der in der öffentlichen Debatte weniger beachteten Rolle der Museen als Hüterinnen des kulturellen Gedächtnisses künftiger Generationen. Gerade in Zeiten der Pandemie, die viele Museen in Deutschland existenziell betrifft, legen die vorliegenden Daten eindrucksvoll Zeugnis ab von der Relevanz der Museen und ihrer Sammlungsschätze für die Gesellschaft der Zukunft."

Ausstellungshäuser mit leichtem Minus

Die Ausstellungshäuser, deren Besuchszahlen und Ausstellungen separat erhoben wurden, wiesen eine leicht rückläufige Entwicklung auf. So meldeten die 362 teilnehmenden Häuser (505 wurden angeschrieben) 5.428.460 Besuche und 1.729 Ausstellungen. Das Minus im Vergleich zum Vorjahr beträgt vier beziehungsweise elf Prozent.

Neben den Zahlen zu Besuchen und Sonderausstellungen fragte das Institut für Museumsforschung auch nach den Sammlungsbeständen der Museen in Deutschland. Insgesamt 35,3 Prozent der angeschriebenen Einrichtungen machte Angaben dazu. Demnach betrug die Zahl der von ihnen bewahrten Objekte im Jahr 2019 mindestens 406.212.006 Objekte.

Weitere Informationen zur deutschen Museumslandschaft finden Interessierte in der Publikation "Statistische Gesamterhebung an den Museen der Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 2019". Sie steht ab Ende Januar 2021 unter smb.museum bereit.

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Anja Lüth 19.01.2021

 

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