Tourismusbranche verzeichnet großes Minus im Sommerhalbjahr 2020
Das statistische Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, hat aktuelle Zahlen der Tourismusbranche veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei die Monate Mai bis Oktober 2020, die für den Tourismus in Deutschland besonders wichtig sind. In dieser Zeit verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland insgesamt 209,6 Millionen Gästeübernachtungen. Das entspricht einem Minus von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aufgrund der Reisebeschränkungen kamen auch deutlich weniger ausländische Gäste. Im Sommerhalbjahr 2020 ging die Zahl der Übernachtungen um 68 Prozent auf 17,2 Millionen zurück.
Am meisten betroffen waren Hotels, Gasthöfe und Pensionen. Diese mussten einen Rückgang der Übernachtungen um 40 Prozent hinnehmen. Anbieter*innen von Ferienhäusern und Ferienwohnungen legten bei bei den Übernachtungen hingegen um einen Prozent zu. Zwar konnten sie, wie schon die Hotels, weniger ausländische Gäste begrüßen (-41 %). Dafür erhielt der Inlandstourismus einen Aufschwung und bescherte den Ferienhaus-Anbieter*innen bei den Übernachtungen ein Plus von fünf Prozent. Ähnlich erging es den Campingplätzen in Deutschland. Die Gästeübernachtungen stiegen zwischen Mai und Oktober 2020 um sechs Prozent an, trotz 50 Prozent weniger Auslandsgäste.
Destatis untersuchte ebenfalls die Entwicklung der Übernachtungen in den einzelnen Bundesländern und kam zu dem Ergebnis: Die Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verzeichneten nur fünf beziehungsweise sechs Prozent weniger Gästeübernachtungen also im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Berlin und Hamburg hingegen, die jährlich eine Vielzahl an ausländischen Tourist*innen beherbergen, spürten es deutlicher. Das Minus betrug im vergangenen Sommerhalbjahr 68 beziehungsweise 54 Prozent. Das hat diverse Gründe, unter anderem der Ausfall großer Messen und Dienstreisen sowie der Wunsch, größere Menschenansammlungen zu meiden.










