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Nur gut jeder Dritte (37 %) war 2020 wenigstens fünf Tage im Urlaub. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang um rund 40 Prozent (2019: 61 %); Foto: Stiftung für Zukunftsfragen

Zwei Drittel der Deutschen verreiste 2020 nicht

Die 37. Deutsche Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen, Hamburg, ist erschienen. Und sie macht einmal mehr deutlich, wie sehr der Tourismus von der Corona-Pandemie betroffen ist. Denn aufgrund der temporären Grenzschließung sowie Beherbergungs- und Reiseverboten verzichteten viele Deutsche im vergangenen Jahr auf einen Urlaub von wenigstens fünf Tagen Dauer. Insgesamt 3.000 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland wurden zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 dazu befragt. 63 Prozent gaben an, keine Reise getätigt zu haben. Eine Reise unternahmen 19 Prozent, zwei Reisen immerhin noch zwölf Prozent. Nur eine kleine Minderheit – sechs Prozent der Befragten – gab an, drei oder mehr Urlaube gebucht und auch wahrgenommen zu haben.

Die Menschen, die einen Urlaub in Anspruch nahmen und für ein paar Tage verreisten, taten dies vermehrt in Deutschland. Der Analyse zufolge waren das 56 Prozent der Befragten. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Wachstum von knapp 22 Prozent. Vor allem Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg verzeichneten im vergangenen Jahr mehr Gäste als im Jahr 2019. Europareisen wurden 2020 von 36 Prozent und damit zwölf Prozent weniger Menschen aus Deutschland getätigt.

Wie genau das Reiseverhalten im Jahr 2021 aussehen wird, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Das wird davon abhängen, wann Beherbergungsbetriebe wieder öffnen und Reisewarnungen aufgehoben werden. Insgesamt sind sich ein Drittel der Befragten noch nicht sicher, ob sie in den kommenden zwölf Monaten eine oder mehrere Urlaubsreisen von wenigstens fünf Tagen Dauer planen. Im Jahr 2019 waren 21 Prozent unentschlossen. Auch die Anzahl der Menschen, die aktuell keine Reise planen, hat sich erhöht. Während im Jahr 2019 rund 14 Prozent keinen Urlaub durchführen wollten, so waren es im vergangenen Jahr 23 Prozent.

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Anja Lüth 11.02.2021

 

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