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Viele Radreisende zog es nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern; Foto: ADFC

Tagesausflüge per Rad nahmen 2020 zu

Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 einen großen Einfluss auf den Radtourismus gehabt. Zu diesem Ergebnis kommt der Verkehrsclub ADFC mit Sitz in Berlin in seiner aktuellen Radreiseanalyse. Dafür wurden knapp 11.000 Fragebögen ausgewertet, die zum größten Teil von einem radaffinen Publikum ausgefüllt wurden.

Demnach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 3,5 Millionen Radreisende verzeichnet. Das entspricht einem Minus von 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Der Grund sei die schwierige Planbarkeit eines solchen Urlaubs, der mit Übernachtungen verbunden ist.

Allerdings ist die Anzahl der Tagesausflüge gestiegen. In 2020 machten die Deutschen 464 Millionen Radausflüge in ihrer Freizeit (+ 41 %) und 64 Millionen Radausflüge in ihrem Urlaub (+ 2 %). Insgesamt nutzten etwas mehr als die Hälfte der Deutschen das Rad für mindestens einen Ausflug.

Zu den beliebtesten Bundesländern für eine Radreise gehörten Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Vor allem konnten Radrouten wie der Elberadweg, der Donauradweg und der MainRadweg bei den radaffinen Menschen punkten.

Ausblick für 2021

Die Studien-Initiatoren gehen davon aus, dass Radreisen und Ausflüge per Rad auch im aktuellen Jahr im Fokus der Deutschen stehen werden. Der Analyse zufolge planen 77 Prozent derjenigen, die bereits 2020 einen Radurlaub gemacht haben, und 49 Prozent derjenigen, die 2020 keinen Radurlaub gemacht haben, auch im Jahr 2021 eine Radreise. Bei der Betrachtung der gesamten Zahlen ergibt sich, dass 69 Prozent der Radreisenden für 2021 einen Radurlaub vorgesehen hat. Das sind 18 Prozent mehr als im vorigen Untersuchungszeitraum.

Als Reiseland ist für rund 79 Prozent erneut Deutschland vorgesehen (2019: 72 %). Europäische Länder haben 24 Prozent der Studienteilnehmer*innen als potenzielle Reiseziele ins Auge gefasst (2019: - 40 %). Jeder Zehnte ist hingegen noch unentschlossen, wohin die Radreise 2021 gehen soll (2019: 8 %).

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Anja Lüth 12.03.2021

 

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