
Thorsten Neumann (links) und Nils Runge kümmern sich zukünftig um das Nachtleben von Stuttgart; Fotos: Neumann: privat; Runge: © Gabriel Dahmen
Duo kümmert sich um das Nachtleben in Stuttgart und Region
In Stuttgart gibt es jetzt zwei Personen, die speziell für das Nachtleben der schwäbischen Metropole verantwortlich zeichnen. Im Duo werden sich Nils Runge als Nachtmanager und Thorsten Neumann als Projektleiter der Koordinierungsstelle Nachtleben künftig um die Weiterentwicklung von Nachtkultur, Nachtökonomie und Nachtsicherheit am Standort kümmern. Damit sind die Stellenbesetzungsverfahren bei der Landeshauptstadt Stuttgart und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) zur Koordinierung des Nachtlebens in Stuttgart und der Region abgeschlossen. Die Stelle des Nachtmanagers ist beim Pop-Büro Region Stuttgart angesiedelt, das wiederum ein Angebot der WRS ist.
Runge soll in Kürze seine ersten Ideen in die Tat umsetzen. Der 33-jährige leitete zuvor das Projektmanagement bei der Plan Valley GmbH, einem Anbieter für digitale Medienproduktionen. Zwischen dieser Anstellung und seinen heutigen Aufgaben machte Runge noch seinen Master in Freizeit-, Kultur- und Sportmanagement. Der Kulturmanager aus Stuttgart hat nicht nur die Top 5 im Publikumsvoting erreicht, sondern konnte auch die Jury sowie seine zukünftigen Kolleg*innen bei der WRS im Vorstellungsgespräch von sich überzeugen. "Mit Nils Runge bekommt die Region Stuttgart einen fähigen und aufs Beste vernetzten Nachtmanager. Er ist sowohl in der Nachtökonomie, als auch der Nachtkultur und -sicherheit hervorragend auf seine künftigen Aufgaben vorbereitet und wird die Region mit seiner Tätigkeit vorwärtsbringen", sagt Dr. Walter Rogg, der Geschäftsführer der WRS.
Auch die zweite Stelle für das Nachleben, die sogenannte Projektleitung der Koordinierungsstelle Nachtleben, ist bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt. Diese Aufgaben übernimmt Thorsten Neumann. Der 48-Jährige ist noch bis Mitte April als Marketing Manager beim Landesmuseum Württemberg beschäftigt.
"Stuttgart hat eine einzigartige Kultur-, Bar, Club-, und Gastroszene. Dies macht die Stadt für Touristen, für Bürgerinnen und Bürgern, für junge Fachkräfte aber auch für Kulturinteressierte attraktiv. Gleichzeitig gilt es, den Anforderungen an Lärmschutz, an Sicherheit und Sauberkeit Rechnung zu tragen. Insofern ist es sinnvoll, zwei Personen zu haben, die sich diesen Belangen annehmen. Und gerade in der derzeitigen Pandemie-Situation sind direkte Ansprechpartner für viele eine wichtige Unterstützung“, sagt Ines Aufrecht, die Leiterin der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart.
In Kürze soll das Duo für die Koordinierungsstelle Nachtleben öffentlich vorgestellt werden. Dafür wird aus dem Foyer des StadtPalais – Museum für Stuttgart eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*nnen aus der Gastronomie- und Kulturbranche stattfinden, in der Erwartungshaltungen diskutiert und vielleicht schon erste Ansätze gefunden werden.
Hintergrund: Der Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen hatte in seiner Sitzung am 9. Oktober 2020 die Umsetzung der neuen Koordinierungsstelle Nachtleben beschlossen. In dieser Koordinierungsstelle kümmern sich ein Mitarbeiter der städtischen Wirtschaftsförderung und eine Fachkraft des Pop‐Büros Region Stuttgart um die Weiterentwicklung des Standorts im Bereich der Themen Nachtkultur, Nachtökonomie und Nachtsicherheit. Das Konzept des sogenannten "Night Mayor" ist ein internationales. Großstädte, die solche Stellen schufen, sind weltweit für ihr Nachtleben bekannte Metropolen wie New York, London oder Amsterdam. Aber auch in Deutschland gibt es bereits einige Nachbürgermeister, zum Beispiel in Mannheim und Heidelberg.
Yvonne Wodzak 24.03.2021









