Rheinland-Pfalz untersucht seine Kultur- und Kreativwirtschaft
Am 14. November startet eine Online-Befragung in der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, Informationen zur Anpassung und Optimierung von Maßnahmen und Instrumenten der Förderung, Qualifizierung und Finanzierung für die Branche zu erhalten. "Wir wollen insbesondere für Existenzgründungen, junge Wachstumsunternehmen und auch für etablierte Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft die Voraussetzungen weiter verbessern", betont Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Bündnis 90/Die Grünen). "Für unser Land sind die Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft ein wichtiger und nachhaltiger Impulsgeber für Innovation, regionale Entwicklung und Wachstum."
Das Institut für unternehmerisches Handeln (iuh) führt in Kooperation mit dem Designforum Rheinland-Pfalz descom seit Mai 2012 eine Studie unter dem Titel "Nachhaltige Förderungs- und Finanzierungsmaßnahmen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Rheinland-Pfalz" durch. Kernstück der Studie ist die Online-Befragung. Die Ergebnisse der Studie werden im Frühjahr 2013 vorliegen. Das einjährige Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz.
Landesweit sind über 39.000 Menschen in über 10.000 Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft beschäftigt. In Rheinland-Pfalz ist der Beitrag dieser Branche zur Bruttowertschöpfung damit sehr groß. Die elf Teilbereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft setzen sich zusammen aus dem Architekturmarkt, Buchmarkt, Kunstmarkt, Pressemarkt, Werbemarkt, Markt für darstellende Künste sowie der Musikwirtschaft, Designwirtschaft, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft und der Software-/Games-Industrie.
Die Branche erwirtschaftete im Jahr 2011 mehr als vier Milliarden Euro, was einem Anteil von rund 2 Prozent der rheinland-pfälzischen Gesamtwirtschaftsleistung entspricht.
Weitere Informationen zur Studie, zu den Zielgruppen und der kommenden Online-Befragung finden sich unter www.iuh.fh-mainz.de/studie
Yvonne Wodzak 12.11.2012










