Messenger-Apps sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken
Whatsapp, Signal oder Threema – diese und weitere Messenger-Dienste sorgen dafür, dass die Menschen miteinander kommunizieren und sich über News aus der Welt informieren können. Einer Umfrage des Digitalverband Bitkom, Berlin, zufolge verwenden 88 Prozent der Smartphone-Besitzer*innen in Deutschland eine solche App. Das entspricht 55 Millionen Menschen in der Bundesrepublik.
Vor allem die 16- bis 29-Jährigen und bei den 30- bis 49-Jährigen sind die Anwendungen hoch im Kurs. Einhundert bzw. 96 Prozent dieser Zielgruppen nutzen Whatsapp und Co. Der Anteil der User*innen geht zwar mit zunehmendem Alter zurück. Doch auch 45 Prozent der Senior*innen ab 65 Jahren haben einen oder mehrere Messenger.
"Messenger sind inzwischen das am häufigsten genutzte Kommunikationsmittel. Umso wichtiger ist, dass Kommunikation über Messenger in einem absolut vertrauensvollen und sicheren Umfeld stattfinden kann. Die aktuelle Diskussion um die Nutzungsbedingungen von Whatsapp hat hier viel Verunsicherung ausgelöst", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.
Für das Jahr 2021 stellt der Bitkom folgende Prognose: In Deutschland werden rund 290 Milliarden Messenger-Nachrichten voraussichtlich in diesem Jahr empfangen. Whatsapp gehöre dabei zu den relevantesten Kanälen. So haben zum Beispiel in einer weiteren aktuellen Bitkom-Umfrage unter Eltern schulpflichtiger Kinder 25 Prozent angegeben, dass Lehrer*innen sie über Whatsapp kontaktieren und informieren. Lediglich in vier Prozent der Fälle werden dazu andere Messenger genutzt.
Diese Erkenntnisse können auch für Akteure aus dem Public-Sektor interessant sein. Denn immer häufiger nutzen Städte, kulturelle Institutionen oder touristische Organisationen Whatsapp und Co. als Kommunikationskanal. Die Stadt Neustadt (Hessen) zum Beispiel hat 2019 entschieden, den Facebook-Account zu löschen und stattdessen eine Broadcast-Liste auf Whatsapp zu erstellen, durch die die Bürger*innen Informationen aus der Stadtverwaltung erhalten. Die Uni Hohenheim bietet eine Studienberatung via Whatsapp an.










