ANZEIGE

Öffentliche Verwaltung hat weiterhin Nachholbedarf beim digitalen Arbeiten

Die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt, dass das Homeoffice eine größere Bedeutung erhielt. In vielen Unternehmen arbeiten mittlerweile viele Menschen von Zuhause. Die öffentlichen Verwaltungen in Deutschland sind diesbezüglich weiterhin zurückhaltend. Das hat die Studie "Potenzialanalyse Resilienz" von Sopra Steria in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut ergeben.

Demnach sind bis Ende 2020 laut Beamtenbund auf Bundesebene 67 Prozent der Beschäftigten dauerhaft ins Homeoffice gewechselt. Auf Landesebene sank der Wert auf 55 Prozent, auf kommunaler Ebene betrug der Anteil der im Homeoffice-Arbeitenden nur noch 37 Prozent. Einer der Gründe, warum viele Menschen der öffentlichen Verwaltungen nach wie vor ins Büro gehen, ist, dass das papierlose Büro noch kein flächendeckender Standard ist. Ulf Glöckner, Heaf of Public Sector bei Sopra Steria Next, sagt: "Mitarbeitende von Behörden können nicht einfach Akten mit nach Hause nehmen und abends in ihren privaten Schrank legen. Sie müssen die Dokumente gegen fremden Zugriff sichern, teilweise auch vor Feuer schützen."

Eine weitere Herausforderung stellen die geplanten Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern dar, die die Verwaltungen umsetzen müssen. Sieben von zehn sehen ihr eine gewisse Problematik, zum Beispiel binden diese Ressourcen. Darüber hinaus haben 54 Prozent der Behörden Probleme bei der Kommunikation mit den Bürger*innen und intern. Glöckner erklärt: "Im Homeoffice fehlt der kurze Dienstweg, also der Informationsaustausch über den Schreibtisch hinweg oder auf dem Weg zur nächsten Besprechung. Die Umgewöhnung dauert in Behörden sicherlich etwas länger als in Wirtschaftsunternehmen, in denen bereits häufiger standortübergreifend gearbeitet wird."

Die IT-Sicherheit wurde indes deutlich erhöht. So geben 63 Prozent der öffentlichen Verwaltungen an, in ihre IT-Systeme gegenüber Cyberangriffe investiert zu haben. 47 Prozent haben ihr IT-Personal aufgestockt und jede dritte Behörde besitzt inzwischen mehr Kapazitätsreserven in den Rechenzentren, so die Studie.

zurück

Anja Lüth 20.05.2021

 

Aktuelle Ausgabe

5-6/2026

Marketplace

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen. Zum Marketplace









Newsletter

Save the Date

Weitere Publikationen

Place Brands
Persönlichkeiten im Stadtmarketing

Social Media

Abonnement hier widerrufen

Weitere Webseiten