Die Deutschen möchten ins Ausland reisen
Die Sommerferien haben in einigen Bundesländern begonnen und immer mehr deutsche Bürger*innen wollen endlich wieder reisen. Momentan spricht hierzulande nichts dagegen: Die Inzidenzzahlen sinken und die Corona-Situation entspannt sich in Deutschland. Gleichzeitig gibt es aber verschärfte Maßnahmen für Reiserückkehrer zur Vorbeugung vor der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Das betrifft zum Beispiel das Urlaubsland Portugal.
Dies trifft die Deutschen derzeit hart, denn sie wollen ins Ausland reisen: Nur 25 Prozent der Deutschen gaben im Mai 2021 an, Urlaubsreisen innerhalb der nächsten zwölf Monate ausschließlich im eigenen Land zu planen. Das sind 18 Prozentpunkte weniger als der internationale Durchschnitt (43 Prozent). 24 Prozent der Deutschen planen sowohl nationale als auch internationale Urlaube in den kommenden zwölf Monaten, und 18 Prozent wollen nur international verreisen. Letzteres ist verglichen mit dem weltweiten Durchschnitt (8 %) ein hoher Wert. Dies zeigen die Daten des aktuellen "International Travel & Tourism Report 2021 "des Marktforschungsunternehmens YouGov, Köln.
Die Untersuchung zeigt auch, dass im Oktober 2020 das Gesundheitsrisiko, sprich die Angst vor einer Erkrankung mit dem Coronavirus, drei von fünf Deutschen (61 Prozent) vom Reisen abhielt. Dieser Wert lag damals über dem der Reiseeinschränkungen (58 Prozent) als Reisehindernis. Ab November 2020 kehrte sich dieser Wert um: Im Mai 2021 gaben 60 Prozent aller deutschen Befragten an, dass Reiseeinschränkungen sie vom Reisen abhielten. 51 Prozent sagten dies über die Gesundheitsrisiken. Der Blick auf den internationalen Durchschnitt zeigt jedoch, dass die Gesundheitsrisiken unter allen Befragten weltweit am häufigsten als Reisehindernis genannt wurden (48 Prozent), die Reiseeinschränkungen nur von 35 Prozent.
Yvonne Wodzak 01.07.2021










