Forschungsprojekt untersucht Auswirkungen der Pandemie auf die Gesellschaft
Die Corona-Pandemie hat weitreichende Folgen für unsere Gesellschaft. Welche das sind und wie wir uns in Zukunft krisenfest aufstellen können, das erforscht derzeit das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V. Unterstützt wird das Forschungsprojekt vom Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK), Hannover. "Die Corona-Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, dass ein Virus nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch unser gesellschaftliches Zusammenleben angreifen kann. Die Veränderungen, die unsere Lebens- und Arbeitswelt in den vergangenen Monaten erfahren haben, sind tiefgreifend. Mit den Folgen werden wir noch lange umgehen müssen, manche Entwicklungen sind unumkehrbar", sagt Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. "Umso wichtiger ist es, dass wir fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen, die uns helfen diese Veränderungen zu verstehen und uns für die Zukunft zu wappnen."
Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert das Projekt "Soziologische Pandemieforschung am SOFI Göttingen" mit rund 300.000 Euro aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung. Ziel ist, eine Forschungsstelle aufzubauen, die die gesellschaftlichen Folgen der Pandemie, insbesondere mit Blick auf die Arbeitswelt, dokumentiert, systematisiert, analysiert und aufbereitet. Durch den Aufbau eines soziologischen Corona-Monitorings sollen Daten und Erkenntnisse zum Infektionsgeschehen und den gesellschaftlichen Folgen der Pandemie unter Begleitung aktueller, nationaler wie internationaler Forschungsaktivitäten zusammengeführt werden. Diese bereitgefächerte Datenlage soll künftig eine schnellere und bessere Intervention ermöglichen.
Der Schwerpunkt der soziologischen Pandemieforschung wird auf der Betrachtung des Arbeits- und Wirtschaftslebens liegen. Die Forscher werden sich Themen wie durch Covid 19 gefährdeten Entwicklungschancen von Betrieben, Veränderungen im betrieblichen Zusammenhalt, Digitalisierung, Gemeinwohl und Zukunft der Arbeit widmen. Die Leitung des Projekts hat Prof. Dr. Berthold Vogel inne.
Yvonne Wodzak 01.07.2021










