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Bundestagswahlen 2021: So tickt die Kommunikationsbranche

Die hundertprozentige Tochter der dpa, News aktuell GmbH, hat in einer Online-Umfrage 500 Fachkräfte aus Kommunikation, PR und Medien zur Bundestagswahl im Juli und August befragt. Demnach geben 29 Prozent der befragten Kommunikationsprofis an, dass die GRÜNEN ihren eigenen Interessen am meisten entgegenkommen. Mit deutlichem Abstand folgen SPD (15,8 %), CDU/CSU (13,5 %), AfD (12,9 %). Unter zehn Prozent kommen FDP (9,5 %) und LINKE (8,9 %). Jede zehnte befragte Person findet sich allerdings in keiner der genannten Parteien wieder (10,4 %).

GRÜNEN-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock wünschen sich 29,1 Prozent der Kommunikationsprofis als nächste Bundeskanzlerin. Auf Platz 2 der Wunschkandidaten für das Kanzleramt kommt Olaf Scholz von der SPD (22,7 %). CDU/CSU-Spitzenkandidat Armin Laschet landet auf Platz 3 (12,2 %). Die meisten Befragten wünschen sich keinen der Kandidierenden für das nächste Bundeskanzleramt, oder wissen es nicht (36 %).

Klima und Soziales werden der Befragung zufolge die Wahlentscheidung der Kommunikationsprofis am 26. September am meisten beeinflussen. Für die Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer*innen sind Umwelt- und Klimapolitik am wichtigsten (52,4 %), dicht gefolgt von Renten- und Sozialpolitik (50,3 %). Auf den Plätzen 3 und 4 liegen die Themen Digitalisierung/Modernisierung (40,1 %) und Wirtschaft/Arbeitsplätze (39,4 %). Fast jede dritte befragte Person findet gesundheitspolitische Themen am wichtigsten (29,5 %). Jeden vierten Kommunikationsprofi bewegt am meisten Innere Sicherheit (26,2 %) sowie Bildung und Forschung (24,3 %). Das Thema Migration spielt nur für knapp jeden fünften Befragten die größte Rolle bei der Wahlentscheidung (18,8 %).

Auch in Bezug auf die Wahlkampf-Kommunikation schneiden die GRÜNEN laut Umfrage von allen großen Parteien am besten ab. 28,5 Prozent der Befragten meinen, dass die GRÜNEN ihre Wahlkampfthemen bis zum Zeitpunkt der Befragung am besten vermittelt haben. Mit deutlichem Abstand folgt die SPD, die für 13,6 Prozent der Befragten bislang am besten kommuniziert hat. Auf den dritten Platz kommt die FDP mit 9,5 Prozent. Auf dem vierten Rang befindet sich die AfD mit 9,1 Prozent. Die Kommunikation der CDU/CSU überzeugt bisher 5,8 Prozent der Befragten, die LINKE 3,2 Prozent. Die meisten Umfragebeteiligten (30,3 %) hat jedoch bis zum Zeitpunkt der Umfrage keine der großen Parteien in ihrer Kommunikation überzeugen können.

Die Social-Media-Kommunikation der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten wird von den Kommunikationsprofis zum Zeitpunkt der Umfrage sehr verhalten bewertet. Knapp jeden Fünften überzeugt der Social-Media-Auftritt von Annalena Baerbock (19,9 Prozent). Platz 2 gehört Olaf Scholz mit 15,3 Prozent, auf Platz 3 liegt Christian Lindner mit 12,4 Prozent. Die Kandidierenden der anderen großen Parteien kommen nur unter zehn Prozent: Tino Chrupalla und Alice Weidel von der AfD überzeugen 8,9 Prozent mit ihren Social-Web-Auftritten. Armin Laschet schafft es, 5,7 Prozent mit seiner Social-Media-Kommunikation für sich zu gewinnen. Drei Prozent finden Janine Wissler und Dietmar Bartsch von den LINKEN auf Social Media am überzeugendsten. Aber: 46,7 Prozent der Kommunikationsprofis sind von keinem Auftritt der Kandidierenden überzeugt beziehungsweise bzw. sie gaben an, es zum Zeitpunkt der Befragung nicht zu wissen.
 

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