Ströer verhängt Stopp für parteipolitische Werbung
In zwei Wochen findet die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag statt. Die politischen Parteien gehen mit ihren Außenwerbekampagnen aktuell auf Stimmenfang. Allerdings müssen diese ab sofort auf die Werbeflächen des Außenwerbers Ströer, Köln, verzichten. Denn dieser hat sich entschlossen, keine weiteren Aufträge für parteipolitische Werbung mehr entgegenzunehmen.
Der Grund dafür sind dem Unternehmen zufolge persönliche Anfeindungen und Drohungen in Richtung der Mitarbeiter*innen, Boykottaufrufe gegen Ströer sowie Sachbeschädigungen von Firmeneigentum. Zudem seien das Unternehmen sowie einzelne Mitarbeiter*innen politisch in die Nähe der AfD gedrängt worden.
In einer Mitteilung heißt es: "Ströer ist ein politisch neutrales Unternehmen. Bislang haben die Marktteilnehmer und die Öffentlichkeit diese neutrale Dienstleistungsfunktion als konstruktiven Beitrag zur politischen Meinungsbildung und zu einem funktionierenden demokratischen Wahlprozess anerkannt. Allerdings wurde mit den öffentlichen Anfeindungen, Aufrufen zur Gewalt gegen das Unternehmen und seine Mitarbeiter:innen und gezielten Diffamierungen aus verschiedenen politischen Richtungen als Folge der entgeltlichen Bereitstellung von Werbeflächen für Wahlkämpfe sehr deutlich eine Grenze überschritten."
Da der Außenwerber auf dieser Basis seinen Beitrag zur politischen Meinungsbildung nicht mehr gewährleisten könne, zieht es sich vorläufig und bis auf weiteres aus der parteipolitischen Werbekommunikation zurück. Ein von Ströer initiierter Runder Tisch mit den politischen Parteien des Deutschen Bundestags soll nun dabei helfen, zu einem politischen Konsens in dieser Angelegenheit zu kommen.










