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Motive der Sensibilisierungskampagne "nachtsam" - Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Sozialministerium Baden-Württemberg will öffentliches Nachtleben für Frauen sicherer machen

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration in Baden-Württemberg hat eine Kampagne gestartet, um auf das Thema sexualisierte Gewalt im öffentlichen Nachtleben hinzuweisen und diesen für Frauen sicherer zu gestalten. Das Motto der Maßnahme lautet "nachtsam. Mit Sicherheit besser feiern".

Für die Kampagne, für die auf diversen Plakaten geworben wird, konnte der Nachtmanager beim Pop-Büro Region Stuttgart, Nils Runge, mehr als 20 Einrichtungen des Nachtlebens gewinnen. Sie nehmen an Schulungen teil, in denen über Gefahren wie sexuelle Belästigung und Übergriffe in Diskotheken und Clubs informiert wird. Entwickelt und koordiniert wird dieses Projekt von der Beratungsstelle Frauenhorizonte Freiburg e.V.

Die Betriebe und Veranstalter*innen können zwischen einer jeweils digitalen 30-minütigen, einer 70-minütigen oder einer durch eine Trainerin oder einen Trainer angeleitete 90-minütige Schulung wählen. Die Schulungsvideos können nach einer Registrierung auf der Webseite von allen Beschäftigten des jeweiligen Betriebs angeschaut werden. Nach erfolgter Teilnahme werden dem Betrieb ein Zertifikat sowie Materialien in Form von Plakaten, Aufklebern und ein Handlungsleitfaden für die Durchführung des Konzeptes ausgestellt.

"Jeder Nachtclub, jede Bar und jede Gastronomieeinrichtung, aber auch jede Veranstalterin und jeder Veranstalter öffentlicher Feste kann zur Sicherheit von Frauen im Nachtleben beitragen. Die Schulungen und Plakate der Kampagne bieten dafür sehr wichtige und notwendige Werkzeuge, die für die Betriebe von heute an kostenlos zur Verfügung stehen", sagt die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Dr. Ute Leidig. "Die Sicherheit des öffentlichen Raumes im Land ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Die Kampagne 'nachtsam. Mit Sicherheit besser feiern' bietet einen wichtigen Baustein dafür, Bedrohungen von Frauen im Nachtleben besser einzuschätzen und sexuelle Übergriffe und Gewalt gegen Frauen nach Möglichkeit zu verhindern."

Für das Projekt, das zunächst bis zum 31. März 2022 befristet ist, stellt das Sozialministerium von Baden-Württemberg rund 237.000 Euro zur Verfügung.

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Anja Lüth 24.09.2021

 

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