Reeperbahn-Business-District wird fortgeführt
Das vor sieben Jahren gestartete BID Reeperbahn+ II (Business Districts) kann seine Arbeit auch in den kommenden fünf Jahren fortsetzen. Grundlage dafür ist eine Rechtsverordnung, die der Hamburger Senat am 28. September 2021 erlassen hat. Damit wird zum zweiten Mal ein Business Improvement District (BID) für den Kernbereich von St. Pauli insbesondere mit den Straßen Reeperbahn, Spielbudenplatz, Große Freiheit, Hans-Albers-Platz und Herbertstraße eingerichtet.
In den sieben Jahren seit der Entstehung des ersten BIDs Reeperbahn+ hat sich im Quartier einiges getan: In der ersten BID-Laufzeit von 2014 bis 2019 wurde mit den Akteur*innen vor Ort ein ganzheitliches Marketingkonzept für den Kernbereich von St. Pauli erarbeitet und zwei Quartiersmanagern eingesetzt. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen. Mit den dann schwerwiegenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die am Standort ansässigen Branchen ruhte zunächst die Fortführung der BID-Aktivitäten.
Nun soll das private Engagement fortgesetzt und in den nächsten fünf Jahren mit gezielten Maßnahmen die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des diversen Viertels gesichert werden. Hierzu sollen sowohl die bereits etablierten zusätzlichen Reinigungs- und Servicemaßnahmen sowie Instandsetzungs- und Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum als auch Marketingaktivitäten und Öffentlichkeitsarbeit fortgeführt werden. Auch den Einsatz eines professionellen Quartiersmanagements finanziere das BID weiterhin mit dem Ziel, die bestehenden Netzwerke zwischen den unterschiedlichen Akteur*innen weiter zu fördern und zu pflegen und dadurch den vielfältigen Branchenmix für Hamburger*innen und Besucher*innen zu erhalten, so die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen. Nach eigenen Angaben wenden die Grundeigentümer*innen in der neuen Laufzeit rund 2,25 Millionen Euro dafür auf.
Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, erklärt: "Seit Jahren setzen sich die Eigentümerinnen und Eigentümer des BID Reeperbahn+ II mit hohem Engagement für eine positive Entwicklung des Stadtteils ein und tragen dazu bei, dass das Gebiet als ein vielfältiger Treffpunkt, aber auch als Lebensort aufrechterhalten wird. Ich freue mich, dass auch in schweren Zeiten für Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Kulturbetriebe die bisherige BID-Arbeit in den nächsten fünf Jahren fortgesetzt wird. Wir alle hoffen, dass sich das bekannte Viertel mit Hilfe der vorgesehenen Maßnahmen bald wieder ohne Einschränkungen für alle präsentieren kann."
Hintergrund zu BIDs:
BIDs sind klar begrenzte Geschäftsgebiete (Business Districts), in denen auf Veranlassung der Grundeigentümer*innen in einem festgelegten Zeitraum (maximal fünf Jahre) in Eigenorganisation Maßnahmen zur Quartiersaufwertung (Improvement) durchgeführt werden. Finanziert werden BIDs durch eine kommunale Abgabe, die alle im Gebiet ansässigen Grundeigentümer*innen zu leisten haben.
Yvonne Wodzak 29.09.2021









