
Nils Fischer betreut ab Oktober 2021 die Akteure und Akteurinnen der Nachtkultur in Leipzig - Foto: Katharina Hindelang
Leipzig richtet Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung und Nachtkultur ein
In Deutschland gibt es immer mehr sogenannte Nachtbürgermeister*innen, die als Ansprechpartner*innen für die Player der Nachtkultur fungieren. Auch die Stadt Leipzig hat nun eine solche Stelle geschaffen. Eine Auswahlkommission hat sich für Nils Fischer als Fachbeauftragten für Nachtkultur entschieden. Er konnte sich gegen 118 Mitbewerber*innen durchsetzen und wird seine Stelle am 1. Oktober 2021 antreten.
Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke betonte bei der Vorstellung Fischers am 29. September 2021: "Mit dem Fachbeauftragten für Nachtkultur setzt die Stadt Leipzig wichtige Zeichen, denn die Clubkultur ist integraler Bestandteil des Kulturlebens. Auf diesen Weg hat sich auch der Bundestag gemacht, indem er die Clubs als Kulturstätten einstuft."
Der neue Fachbeauftragte für Nachtkultur soll die Kulturszene in Leipzig langfristig stärken. Zu seinen Aufgaben gehören der Erhalt und die Weiterentwicklung von Standorten der Nachtkultur, die Koordination ämterübergreifender Prozesse, die Suche nach neuen Standorten, die Verbesserung der Bedingungen für nachkulturelle Veranstalter und die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie.
Fischer wurde 1991 geboren. Von 2011 bis 2018 studierte er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Kunstgeschichte, Wirtschaftswissenschaften und Denkmalpflege. Seit 2015 war er in der Stadt Halle tätig – zunächst war er freier Mitarbeiter, ab 2019 festangestellter Mitarbeiter im Fachbereich Kultur. Der gebürtige Braunschweiger ist spezialisiert auf die Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und der Freien Kunst- und Kulturszene, insbesondere bei der Konzeption und Begleitung komplexer Entwicklungs- und Kulturvorhaben
Mit der Einrichtung der Fachbeauftragten-Stelle leistet die Stadt einen wesentlichen Beitrag zur Einrichtung der so genannten "Botschaft der Nacht", die derzeit auf Seiten der Freien Szene aufgebaut wird. Herzstück sind der unlängst ins Leben gerufene Nacht-Rat und die noch in der Entwicklung befindliche Koordinierungsstelle Nachtleben.










