Neue Direktorin des Berliner Ethnologischen Museums startet in 2022
Tina Brüderlin wird ab dem 15. Januar 2022 das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin führen. Seit 2012 fungiert sie noch als Leiterin der Ethnologischen Sammlung des Museums Natur und Mensch der Städtischen Museen Freiburg. Sie hält zudem regelmäßig Lehrveranstaltungen, unter anderem an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 2016 bis 2017 leitete Brüderlin als kommissarische Direktion das interdisziplinäre Museum Natur und Mensch mit seinen Sachgebieten Naturkunde und Ethnologische Sammlung. In ihrer neuen Position folgt sie auf Jonathan Fine, der seit Anfang Juli Direktor des Weltmuseums Wien ist.
Brüderlin wurde 1977 in Colorado/USA geboren und studierte Ethnologie mit den Nebenfächern Amerikanistik und Kulturgeographie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Dartmouth College in New Hampshire. Im Laufe ihrer wissenschaftlichen Karriere spezialisierte sie sich auf die zwei regionalen Schwerpunkte Ostafrika und Nordamerika.
Nach dem Studium arbeitete Brüderlin zunächst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem interdisziplinären Sonderforschungsbereich "Kulturelle und Sprachliche Kontakte" der Universität Mainz. Anschließend arbeitete sie von 2007 bis 2009 als Sammlungs- und Kuratorische Assistentin am American Museum of Natural History in New York. Danach war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Verbundprojekt "Eine Geschichte - Zwei Perspektiven: Kulturspezifische Übersetzungsfunktionen des 'exotisch Fremden' am Beispiel der 'Terms of Trade' an der pazifischen Nordwestküste anhand der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin". Seither ist sie mit dem Berliner Museum gut vertraut.
Tina Brüderlin erklärt zu ihrer neuen Aufgabe: "Das Ethnologische Museum Berlin befindet sich in dynamischen und herausfordernden Prozessen. Die in ihm bewahrten Sammlungen gehören zu den bedeutendsten weltweit. Dieses bringt große Verantwortung mit sich. In der wissenschaftlichen Sammlungsaufarbeitung sowie in ihrer öffentlichen Vermittlung. Ich freue mich auf die Mitgestaltung einer zukunftsweisenden Weiterentwicklung des Hauses und auf das Potential der interdisziplinären Zusammenarbeit im Verbund der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und seiner Partnerinstitutionen."
Yvonne Wodzak 13.10.2021









