
Motiv der Kampagne "Lass los - auch wenn es wehtut. Ensorge deinen E-Schrott jetzt" - Foto: Stiftung Elektro-Altgeräte Register
Stiftung Elektro-Altgeräte Register zeigt, wie Elektroschrott richtig entsorgt wird
Im Jahr 2019 haben Kommunen, Händler und Hersteller dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Berlin, zufolge mehr als 947.000 Tonnen Elektroaltgeräte gesammelt. Mit einer Sammelquote von 44,3 Prozent verfehle Deutschland allerdings das Mindestsammelziel von 65 Prozent. Zurückzuführen ist das auf den Umstand, dass viele Bürger*innen ihre Elektrogeräte nicht zurückgeben, sondern diese zu Hause lagern. Ein weiteres Problem sei, dass viele Menschen nicht ausreichend über Entsorgungsmöglichkeiten informiert sind. Eine Kampagne der Stiftung Elektro-Altgeräte Register, Nürnberg, soll das nun ändern.
Unter dem Motto "Lass los – auch wenn es wehtut. Entsorge deinen E-Schrott jetzt" informiert und motiviert die Stiftung dazu, mehr Elektroaltgeräte abzugeben. Bundesumweltministerin Svenja Schulze erläutert, warum das so wichtig ist: "Kaputte Elektrogeräte sind ein echter Schatz. Sie enthalten Rohstoffe, die in neuen Geräten gute Dienste leisten können. Metalle und Seltene Erden, die wir aus Elektroaltgeräten gewinnen, müssen nicht am anderen Ende der Welt aus der Erde gebaggert werden. Je mehr Elektroaltgeräte gesammelt und Rohstoffe hochwertig recycelt werden, desto besser verhindern wir unumkehrbare Schäden für Mensch und Natur. Ressourcenschutz ist auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz."
Im Rahmen der Kampagne kommen diverse Werbemittel zum Einsatz. Neben TV-Spots soll es Außenwerbung in ganz Deutschland geben. Zudem sind Social-Media-Aktivitäten auf Instagram, Facebook und TikTok geplant. Eine Online-Präsenz informiert ebenfalls über die richtige Entsorgung von Elektroaltgeräten.
Im Zuge der Sensibilisierungsmaßnahmen hat das Bundesumweltministerium beschlossen, ab 1. Juli 2022 weitere Sammelstellen zu eröffnen – zum Beispiel an bestimmten Supermärkten, Discountern und sonstigen Geschäften des Lebensmitteleinzelhandels. So soll den Bürger*innen die Rückgabe der Geräte in ihrem Alltag erleichtert werden. Durch die bereits eingerichteten Sammelstellen im Handel konnten im Jahr 2020 mehr als 200.000 Tonnen Elektroaltgeräte generiert werden, so die Stiftung. Im Jahr 2019 seien es halb so viele gewesen.
Zur Stiftung: Die Stiftung Elektro-Altgeräte Register wurde 2004 von Herstellern und Verbänden der Elektro- und Elektronikbranche ursprünglich als "Gemeinsame Stelle" der Hersteller nach dem ElektroG gegründet. Ihre Tätigkeit wird durch Gebühren finanziert, die durch Gebührenverordnung vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) festgesetzt werden.










