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Rund ein Drittel der wahlberechtigten Bundesbürger*innenr gibt an, dass ihnen die Wahlentscheidung bei der Bundestagswahl 2021 (eher) schwergefallen sei - Grafik: YouGov

Jedem dritten Deutschen fiel Wahl des neuen Bundestags schwer

Rund 77 Prozent der Bundesbürger*innen sind bei den Bundestagswahlen 2021 an die Wahlurne getreten und haben ihre Stimme abgegeben. Im Vergleich zu 2017 konnte sich dieser Wert nur im geringen Maße steigern. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov hat sich mit der Wahlentscheidung der Deutschen beschäftigt. Demnach sind 88 Prozent der Wähler*innen zufrieden damit, an welcher Stelle sie ihr Kreuz getätigt haben. Lediglich sieben Prozent bereuen ihre Entscheidung. Rund ein Drittel der Unzufriedenen hätte seine eigene Stimme im Nachhinein lieber der SPD gegeben, 17 Prozent hätten sich rückblickend lieber für die CDU entschieden, 15 Prozent für die FDP und vier Prozent für die Grünen.

Die diesjährige Wahl fiel dem YouGov zufolge vielen Menschen nicht allen leicht. So sagen 34 Prozent der Bundesbürger*innen, dass sie nicht so recht wussten, wen sie wählen sollten. Das betrifft vor allem Wähler*innen, die sich schlussendlich für die CDU/CSU oder die FPD entschieden haben. Am leichtesten ist es der Umfrage zufolge den Wähler*innen der AfD und der Grünen gefallen. Grundsätzlich leichter fiel die Entscheidung auch Männern: 71 Prozent geben an, die Entscheidung sei für sie leicht gewesen, wogegen nur 56 Prozent der Frauen diese Aussage teilen.

Ebenfalls abgefragt wurde, ob die Teilnehmer*innen mit dem Wahlergebnis der einzelnen Parteien gerechnet haben. 47 Prozent der Befragten sagen, dass mehr Wahlberechtigte als von ihnen erwartet die SPD gewählt haben. 39 Prozent geben an, dass weniger Wähler*innen als von ihnen erwartet ihre Stimme der CDU/CSU gegeben haben. Insgesamt geben 37 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürger*innen an, bei der Wahl eine andere Partei als in der Bundestagswahl 2017 gewählt zu haben. Als Grund dafür nennt knapp ein Drittel (32 Prozent) dieser Wechselwähler*innen, dass die von ihnen 2017 gewählte Partei heute andere Standpunkte bei dem für sie wichtigsten Thema vertritt. Auch mangelndes Vertrauen in die Partei wird als Grund angegeben.

Aufgrund der aktuellen Lage galt die diesjährige Bundestagswahl als wegweisend. Das spiegelt sich auch in den weiteren Teilergebnissen der Umfrage wieder. Denn die Bürger*innen verfolgten den Ausgang der Wahlen genau. Rund ein Viertel der Befragten (26 Prozent) gibt an, angesichts des Ergebnisses Sorge verspürt zu haben. Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) hat sich gefreut und etwas mehr als jeder Zehnte (12 Prozent) war überrascht oder verärgert (13 Prozent) über das Ergebnis. Nur sechs Prozent blickt optimistisch in die Zukunft der deutschen Politik. 14 Prozent sind zumindest erwartungsvoll, und knapp jeder fünfte Befragte ist gespannt. 28 Prozent der Befragten geben an, dass sie besorgt in die Zukunft schauen.

Für die Analyse im Nachgang der Bundestagswahl 2021 hat YouGov 3.576 Wahlberechtigte zwischen dem 27. September und 11. Oktober 2021 befragt.

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Anja Lüth 10.11.2021

 

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