
2013: Mehrheit der Bundesbürger ist positiv gestimmt
Die Mehrheit der Bundesbürger blickt mit Optimismus auf das neue Jahr: Insbesondere die Jugend (14-24 Jahre: 79%) ist positiv gestimmt, bei den Ruheständlern hingegen ist es nur eine Minderheit (älter als 65 Jahre: 47%). Dies geht aus einer aktuellen Repräsentativbefragung der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hervor, in der 2.000 Personen ab 14 Jahren ihre Erwartungen für 2013 zum Ausdruck gebracht haben. Generell äußern sich Männer optimistischer als Frauen, Westdeutsche positiver als Ostdeutsche und Eltern hoffnungsvoller als Kinderlose.
Sorgen bereitet den Befragten die Wirtschafts-, Finanz-, Banken-, Schulden- und Eurokrise. Diese haben das Vertrauen in die Wirtschaftskraft Deutschlands spürbar erschüttert. Mittlerweile glauben 80 Prozent der Bevölkerung an eine Rezession im nächsten Jahr. Dagegen geht lediglich jeder Fünfte von einer wachsenden Wirtschaftsleistung aus.
Und wie sieht es im Wahljahr 2012 mit dem Vertrauen in die deutsche Politik aus? Auch in diesem Jahr wird das Vertrauen in die Politiker nicht steigen. Laut den BAT-Forschern haben vor allem Ostdeutsche und Geringverdiener das Vertrauen in die Politik fast gänzlich verloren. Die Gründe für das Misstrauen seien zahlreich. Moralische Vorbilder werden ebenso vermisst wie ein Denken und Handeln über Legislaturperioden hinaus und losgelöst von Parteienzwang, so die Untersuchungsergebnisse. Zudem hätten die Bürger das Gefühl, dass es nur noch um Inszenierung gehe, die Politiker austauschbar seien, sie leere Wahlversprechen abgeben, statt Verlässlichkeit, Perspektive und Zukunftsorientierung zu bieten.
Fazit von Professor Reinhardt (FOTO), Wissenschaftliche Leiter der BAT-Stiftung: 2013 wird in vielerlei Hinsicht ein Entscheidungsjahr werden. Es wird sich entscheiden, inwieweit globale Probleme – vom Klimawandel bis zur Armutsbekämpfung – tatsächlich angegangen werden. Es wird sich entscheiden, ob Griechenland in der Eurozone bleibt, ob Länder wie Spanien, Italien und sogar Frankreich ihre wirtschaftlichen Herausforderungen meistern werden und in welchem Maß Deutschland bereit ist, anderen Staaten finanziell und wirtschaftlich zu helfen. Auch wird sich 2013 entscheiden, ob die Bürger dem Kurs der Regierung weiter vertrauen oder ob sie sich für ein neues Kabinett aussprechen. Doch auch wenn die Liste der globalen Herausforderungen lang ist, die Angst vor einer wirtschaftlichen Rezession groß und das Vertrauen in die Politik kaum noch vorhanden, blicken drei von fünf Bundesbürgern voller Zuversicht auf 2013. Dieser Optimismus zeichnet die – sonst so skeptischen – Deutschen aus."
Yvonne Wodzak 02.01.2013










